Hier am Paseo Marítimo wird sich einiges ändern. | Ultima Hora

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Im Rahmen der bald beginnenden Umbauarbeiten an Palmas berühmtem Uferboulevard Paseo Marítimo sollen zwei emblematische Bauwerke verschwinden. Wie die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Mittwoch berichtete, will man den Swimmingpool des ehemaligen Hotels Mediterráneo ebenso einebnen wie die Brücke, die dorthin führt.

Der Pool ist nicht wie das Mediterráneo-Gebäude denkmalgeschützt und gehört momentan zu einer Diskothek namens Social Club. Bevor der Paseo Marítimo verbreitert worden war, lag der Pool in den 50er-Jahren direkt vor dem Hotel.

Die Stadt Palma will den Uferboulevard begrünen und schmaler machen. Ziel ist, die autobahnähnliche Konstruktion fußgänger- und fahrradfahrerfreundlicher zu machen.

Die Gegend am Paseo Marítimo auf der Höhe des Hotels Mediterráneo war früher viel glamouröser als heute. In den Diskotheken Tito's und Pacha trafen sich Mitglieder des sogenannten Jetsets, im Mediterráneo stiegen Hollywood-Größen wie Ava Gardner oder Anthony Quinn ab.

Auch die oberhalb des Boulevards gelegene Gegend rund um die Plaça Gomila war ehedem eine Partygegend der gehobenen Art. Nach langen Jahren der Vernachlässigung werden dort jetzt neue moderne Bauwerke mit Wohnungen errichtet, um an die große Zeit von früher anzuknüpfen.

Das Hotel Mediterráneo wurde 1975 geschlossen, es entstanden Luxuswohnungen. Die ehemalige Titos-Disco wird im Augenblick rückgebaut. Die Gegend mit den vielen Bars und kleinen Discos ist derzeit Anziehungspunkt vor allem für ein sehr junges feier- und trinkfreudiges Publikum. Es kommt dort deswegen vor allem an Wochenenden immer wieder zu Spannungen.

Was den gesamten Paseo Marítimo anbelangt, so soll nach den am Mittwoch vorgestellten Plänen folgendes ab Oktober gemacht werden: Die Zahl der Bäume soll verdreifacht werden, die Bürgersteige werden von fünf auf zehn Meter verbreitert. 1000 Parkplätze sollen entfallen. Die Zahl der Zebrastreifen wird von 13 auf 26 verdoppelt. Pro Richtung soll es zwei Fahrspuren geben. Für das Projekt sind 38 Millionen Euro vorgesehen.

(aktualisiert um 14.49 Uhr)