Eine Gruppe von Klimaaktivisten hat sich Zugang zum Rollfeld des Hamburger Flughafens verschafft, um sich an zwei Orten festzukleben. Karin van Essen (kl. Foto) sitzt am Airport fest. | Bodo Marks/dpa, privat

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Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation sind am Donnerstagmorgen jeweils auf die Rollfelder des Hamburger und des Düsseldorfer Flughafens gelangt. Zum Ferienstart in Hamburg hätten sich mehrere Menschen auf dem Rollfeld festgeklebt, teilte die Gruppe mit. Aufgrund eines polizeilichen Einsatzes sei der Flugbetrieb seit 6.10 Uhr eingestellt, teilte der Airport mit. „Starts und Landungen sind aktuell nicht möglich." Eine Gruppe von Personen habe sich unbefugt Zutritt zum Flughafengelände – in Nähe des Start- und Landebahnsystems – verschafft. "Aus Sicherheitsgründen musste der Flugverkehr vorübergehend eingestellt werden." Betroffen sind auch zahlreiche Flüge von und nach Mallorca.

MM-Freundin und -Bloggerin Karin van Essen sitzt seit den Morgenstunden am Airport Hamburg fest. In der S-Bahn auf dem Weg zum Flughafen erfuhren sie und ihr Mann von der Aktion der Klimachaoten. "Am Flughafen herrschte dann Chaos, die Leute standen kreuz und quer herum, die Sicherheitsschleuse war einfach komplett geschlossen." Die Aktion der Letzten Generation hält sie für unangemessen. "Die Urlauber hier haben kein Verständnis, es trifft mal wieder unschuldige Menschen."

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Auf Twitter schrieben die Umweltschutzaktivisten zu den Aktionen: "Wir protestieren gegen die Planlosigkeit und den Gesetzesbruch der Regierung in der Klimakrise." Ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei Hamburg bestätigte einen Einsatz am Flughafen. Laut der Gruppe Letzte Generation verschafften sich die Aktivisten über den Sicherheitszaun Zugang zum Flughafengelände. Gegen zehn Uhr aber, so berichtet Karin E. wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. "Gerade finden die ersten Boardings statt". Sie hofft nun, so schnell wie möglich in den wohlverdienten Mallorca-Urlaub zu kommen.

Zeitgleich klebten sich in Düsseldorf Aktivisten der Letzten Generation auf dem dortigen Airport fest. Sechs oder sieben Menschen befanden sich nach Angaben eines dpa-Fotografen am Morgen auf der Zufahrtsstraße zur Start- und Landebahn. Die Klimaaktivistinnen und -aktivisten durchtrennten nach eigenen Angaben einen Zaun, um auf das Vorfeld des Flugplatzes zu gelangen. Damit werde die Fahrt der Flugzeuge zur Startbahn blockiert, hieß es weiter. Der Flugbetrieb sei vorübergehend stark eingeschränkt, sagte der dpa-Fotograf. Eine große Zahl von Einsatzkräften sei vor Ort.