Ein edler Bordeaux aus Mallorca

| Establiments, Mallorca |
Das Gebäude ist in knapp zwei Jahren Bauzeit entstanden und hat nach Bauherrenangaben rund sechs Millionen Euro gekostet.

Das Gebäude ist in knapp zwei Jahren Bauzeit entstanden und hat nach Bauherrenangaben rund sechs Millionen Euro gekostet.

Foto: P. Lozano
Das Gebäude ist in knapp zwei Jahren Bauzeit entstanden und hat nach Bauherrenangaben rund sechs Millionen Euro gekostet.Die Weine haben einen hohen Merlot-Anteil.

Weine allerbester Qualität aus französischen Rebsorten, das ist das erklärte Ziele der neu eröffneten Bodega Son Mayol bei Establiments im Norden der Inselhauptstadt. Sozusagen eine Art Bordeaux-Weine mit Mallorca-Terroir, hieß es bei der offiziellen Präsentation Ende Oktober.

So besteht der "Grand Vin 2014" zu 60 Prozent aus Cabernet Sauvignon und zu 40 Prozent aus Merlot. Beim "Premier Vin 2014" sind es je 50 Prozent Merlot und Cabernet. Beide Produkte sind in Fässern aus französischem Eichenholz gereift und kosten im Handel 75 respektive 45 Euro. Die bekannten französischen Önologen Marie Barbé und Patrick Léon zeichnen für die Qualität verantwortlich. Vor der Fertigstellung der eigenen Kellerei wurden bereits einige Jahrgänge in Zusammenarbeit mit Ànima Negra gekeltert. Den Alleinvertrieb in Spanien hat exklusiv Juan Luis Pérez de Eulate von der Vinoteca in Palma übernommen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es ebenfalls Exklusiv-Partner.

Die Produktion von bisher 7000 Flaschen pro Ernte könnte in den nächsten Jahren nach und nach auf bis zu 300.000 gesteigert werden, womit Son Mayol in den Kreis der sieben größten Bodegas der Insel vorstoßen könnte. Das ist aber noch Zukunftsmusik und würde eine Anbaufläche von 40 Hektar erfordern. Derzeit sind zehn Hektar angepflanzt, 2017/18 sollen zehn weitere hinzukommen. Der Schwerpunkt des Betriebs der bisher auf Angus-Fleisch spezialisiert war, wird sich damit Richtung Weinbau verschieben. Optisch fügt sich das vom bekannten spanischen Önologen Javier Campos geplante Gebäude bestens in die Landschaft ein.

Das Geschehen spielt sich vor allem in der Tiefe ab, wo High-Tech-Maschinen für passende Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Investitionen belaufen sich laut dem Schweizer Bauherrn Gregory Hirschmann auf sechs Millionen Euro.

(aus MM 45/2016)

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