Weitere Milliardenspritze für Reisekonzern Tui

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Tuifly-Flieger auf dem Flughafen von Mallorca.

Tuifly-Flieger auf dem Flughafen von Mallorca.

Foto: Ultima Hora

Nach dem Kredit über 1,8 Milliarden Euro im März erhält der schwer von der Corona-Pandemie getroffene und mit Mallorca eng verbundene Reisekonzern Tui weitere Hilfe vom Staat: Bundesregierung und Tui hätten ein zusätzliches Stabilisierungspaket über 1,2 Milliarden Euro vereinbart, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mit. Mit dem Stabilisierungspakt würden sowohl die traditionell flaue Reisezeit im Winter sowie weitere längerfristige Reisebeschränkungen und Beeinträchtigungen durch die Pandemie abgedeckt.

Das Paket sieht den Angaben zufolge vor, dass der bestehende Kredit der staatlichen Förderbank KfW um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt wird. Zudem gibt Tui eine Wandelanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro aus, die der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung kauft.

Tui-Chef Fritz Joussen betonte, das Geschäftsmodell des Konzerns sei intakt. "Der Sommerurlaub findet in allen Märkten wieder statt." Niemand wisse allerdings momentan, wann es einen Impfstoff oder Medikamente gegen das Coronavirus geben werde und welche Auswirkungen die Pandemie in den nächsten Monaten in einzelnen Märkten habe. Deshalb sei es "richtig und wichtig", gemeinsam mit der Bundesregierung weitere Vorsorge zu treffen. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministerium bestätigte die weiteren Hilfen für Tui.

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Majorcus / Vor 1 Monat

@Roland: Da die Meisten Flugreisen unternehmen und die Klima-Wirkung der Abgase in den Reisehöhen die Erhitzung der Erde besonders wirksam vorantreiben ... Wer den Kindern & Enkeln eine angenehm bewohnbare Welt hinterlasssen will, muss auf Flugreisen als Freizeit-Spaß verzichten! Jedes andere Verhalten ist Verantwortungslos!!!

Michael / Vor 1 Monat

Wenn TUI die Finanzspritze nicht bekommen sollte, dann wären es einige nicht mehr arbeitende Steuerzahler. Dann gibt es Arbeitslosengeld. @Majorcus, bayrische Menschen spollten aussterben.

Siegfried Stein / Vor 1 Monat

>>"Tui-Chef Fritz Joussen betonte, das Geschäftsmodell des Konzerns sei intakt."

Je nun, dann ist ja alles gut.

Roland / Vor 1 Monat

@Majorcus

Wieso gehören Reisegesellschaften zu sterbenden Branchen? Werden die Menschen nicht mehr reisen wollen?

Mr. Mallorca / Vor 1 Monat

Und der Steuerzahler wird mal wieder zur Kasse gebeten - und wann erhalten die Kunden eigentlich endlich Ihr Geld zurück???

Majorcus / Vor 1 Monat

Ob es wirklich im Sinne der Steuerbürger ist, sterbende Branchen am Leben zu erhalten?