José L. Ferrer setzt auf Schaumwein

Exzellenter Jahrgang 2014. Bodega in Binissalem will weiter wachsen

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Önologe Arnau Galmés (stehend) bei der Verkostung.

Önologe Arnau Galmés (stehend) bei der Verkostung.

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Önologe Arnau Galmés (stehend) bei der Verkostung. Das komplette Ferrer-Team (v.l.): Pep Sans, Rafael Jaume, Galmés, Maria Roses Lambourne, Pep Roses Lambourne und Unternehmensche

Zufriedene Gesichter bei Bodegas José Luis Ferrer auf Mallorca: Aller Voraussicht nach werden die Weine des Jahrgangs 2014 quer durch die Bank eine exzellente Qualität aufweisen. Das haben Qualitätskontrollen der Önologen ergeben. Während sich die Abnehmer nach einem klimatisch außergewöhnlichen Jahr auf hervorragende Produkte freuen dürfen, ist die wirtschaftliche Perspektive wegen einer um 25 Prozent geringeren Erntemenge nicht ganz so rosig.

Davon lassen sich die Verantwortlichen des Traditionsbetriebs aus Binissalem allerdings nicht beeindrucken. Stattdessen setzen sie strategisch auf einen gezielten Ausbau der Aktivitäten im Schaumweinbereich sowie bei qualitativ hochwertigen Top-Weinen. Zwei neue Produktionslinien sind bereits in Planung und sollen kurzfristig bis zu 13.000 Liter Schaumwein pro Jahr liefern. Ähnlich hoch könnte die zusätzliche Ausbeute bei Rotweinen mit längeren Reifezeiten ausfallen. "Falls wir von der Gemeinde die Genehmigungen bekommen, könnte das neue Gebäude schon zur Weinlese 2015 fertig sein", sagte Unternehmenschef José Luis Roses kürzlich bei einer Weinprobe mit Medienvertretern.

Überzeugen konnte man sich dabei insbesondere vom Potenzial der Schaumweine, die auf Mallorca zwar nicht "Cava" heißen dürfen, aber nach der gleichen Methode produziert werden. "Der Markt verlangt weniger Farbintensität und weniger Kohlensäure", so Önologe Arnau Galmés bei der Verkostung. Einheimische Traubensorten seien sehr gut geeignet, um diese Bedürfnisse zu bedienen.

Zu nennen sind insbesondere die beiden Produktlinien "Brut Veritas" und "Brut Rosé", denen ein hohes Absatzpotenzial zugesprochen wird. "Mittelfristig wären auch 50.000 Liter pro Jahr machbar", glaubt José Luis Roses, der im Weinkeller seit Jahren von seinem Sohn José Luis Roses Lambourne unterstützt wird. Dessen Schwester Maria verstärkt das Team seit Kurzem und will sich vor allem um Marketing-Themen kümmern. Um Erfahrungen zu sammeln, war sie in den letzten Jahren für Kellereien auf dem Festland tätig.

(aus 46/2014)

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