Erika Strehl mit der gegen Kälte gut eingepackten Chayenne auf der Frühchenstation.

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Samstag ist es soweit: Das Team der "Aicher Ambulanz" aus München wird um 12 Uhr auf dem Flughafen Son Sant Joan landen, um die kleine Chayenne, das Frühchen aus Son Espases, in die deutsche Heimat zu holen. Aicher hatte sich bereit erklärt, kostenfrei ein Team aus Rettungsassistent, Intensivkrankenschwester und Fahrer bereitzustellen, inklusive Flugzeug, Inkubator und Rettungswagen in Deutschland.

Die ERV, bei der Chayennes Mutter Erika Strehl eine Reiseversicherung abgeschlossen hatte, hat nach Worten einer Unternehmenssprecherin "aus Kulanzgründen" eine Kostenübernahme für Treibstoff und Piloten zugesagt, einen Betrag zwischen 10.000 und 12.000 Euro.

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Inka Orth vom Verein "Bunter Kreis" hat die Hilfe organisiert. Sie hat zudem einen Platz in der Uni-Klinik Bonn organsiert. Dort ist man auf Frühchen spezialisiert.

Inka Orth war über den MM-Artikel auf Chayennes Schicksal aufmerksam geworden und wurde zum "Engel" für die verzweifelte Erika Strehl. Der Verein Bunter Kreis, dem Orth vorsteht, organisierte für einen lang geplanten Umzug der Strehls in Deutschland sogar einen Umzugswagen und eine Nachsorgeschwester, die Erika Strehl währenddessen im Krankenhaus vertrat und sich Chayenne auf den Bauch legte.

Finanziert wurde das Ganze aus Spenden, die bereits für die Familie eingegangen sind. Aus eigenen Mitteln hätte Strehl die Flüge und die Nachsorgeschwester nicht bezahlen können.