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Auf Mallorca soll die unblutige Ziegenjagd mit Hunden und Seilen offiziell geregelt werden. Ein entsprechender Beschluss wird voraussichtlich noch am Donnerstag vom Jägerbeirat verabschiedet.

Es handelt sich um eine traditionelle Jagdvariante, wie sie auf Mallorca bereits in der Jungsteinzeit praktiziert wurde. Sie besteht darin, Ziegen mit Hilfe von Hunden in die Enge zu treiben und dann mit Hilfe eines Stabs, an dem ein Seil befestigt ist, einzufangen.

Anschließend können die Tiere fachgerecht geschlachtet oder an einem anderen Ort ausgesetzt werden. Schon seit 2013 ist dieses Vorgehen im Jagdgesetz zugelassen. Nun wird es aber auch eine offizielle Fangstatistik geben, in der sich passionierte Großwildjäger verewigen und international anerkannte Punkte erwerben können.

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"Das ist eher ein Abenteuersport als eine Hatz, bei der ein Tier erlegt wird", sagt Toni Colom vom Ziegenjägerverband der Insel. Stattfinden wird der Spaß vor allem in Jagdrevieren mit Qualitätssiegel, etwa auf der Victòria-Halbinsel bei Alcúdia, unterhalb des Teix-Gipfels oder am Kap Formentor in der Cala Murta. (mic)