1000 Menschen marschieren gegen Gewalt an Frauen

| Palma, Mallorca | | Kommentieren
"Geschützt und frei von häuslicher Gewalt", lautete das Motto des Protestzuges am Samstag in Palma.

"Geschützt und frei von häuslicher Gewalt", lautete das Motto des Protestzuges am Samstag in Palma.

Foto: UH

Rund tausend Personen haben sich am Samstag in Palma de Mallorca zu einer Kundgebung gegen häusliche Gewalt zusammengefunden. Motto des Protestmarschs anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen war: "Wir wollen frei von 'Machismo' leben!"

Der Protestzug begann an der Plaza de la Porta Pintada und führte über die Calle San Miguel und den Rathausplatz bis zum Paseo del Borne. An dem Zug nahmen unter anderem Palmas OB Antoni Noguera sowie die Landesminister für Soziales, Fina Santiago und Verkehr, Iago Negueruela, teil. Auch in anderen Städten und Gemeinden auf der Insel gab es Kundgebungen und Aktionen.

Mallorca und die Nachbarinseln haben die höchste Quote häuslicher Gewalt in ganz Spanien. Von 10.000 Frauen wurden 26,3 Opfer von Angriffen ihrer Lebenspartner oder Ehemänner. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 17 Frauen.

Wie die mallorquinische Tageszeitung Ultima Hora berichtet, nahm die Polizei auf den Balearen im zweiten Halbjahr 2017 1390 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt auf. 513 davon allein in Palma, 214 in Inca und 163 in Manacor. Die Gerichte arbeiteten im gleichen Zeitraum insgesamt 1613 solcher Fälle ab, 1562 sind noch offen. (cze)

Kommentar

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Hajo Hajo / Vor über 4 Jahren

Mir geht es nicht um Relativierung, sondern um korrekte und ausgewogene Darstellung der ganzen Breite häuslicher Gewalt, damit nicht eine Zielgruppe allein zum Buhmann des Problemes gemacht wird. Erschreckend in diesem Zusammenhang auch die extreme Zunahme der Gewalt von Jugendlichen in allen Lebensbereichen.

Hajo Hajo / Vor über 4 Jahren

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Hajo Hajo / Vor über 4 Jahren

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Hajo Hajo / Vor über 4 Jahren

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Mats / Vor über 4 Jahren

Sie nennen es Neo-Feminismus @ m. sastre, ich nenne es einfach traurige Wahrheit. Traurig, das Frauen immer noch demonstrieren müssen gegen Gewalt , sexuelle Belästigungen, Benachteiligungen im Beruf und Bezahlung und und und. Wie @bluelion richtig angemerkt hat sind diese ständige Gegendarstellungen im Kontext nicht zielführend. Damit werden bestehende Probleme einfach nur relativert wo es nichts zu relativieren gibt.

bluelion / Vor über 4 Jahren

@m.sastre. Irgendwie verstehe ich Sie und Ihren Beitrag nicht. Es ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und es machen sich 1000 Leute auf dagegen zu demonstrieren, auf einer Insel, die laut MM-Artikel die höchste Quote in Spanien hat. Ich glaube, jeder normal veranlagte Mensch kann das Anliegen eigentlich nur unterstützen. Sie kommen jetzt daher und schwaffeln was von Falschanzeigen und bösen Frauen. Wollen Sie damit die Gewalt gegen Frauen relativieren? Das Problem klein reden? Eine Rechtfertigung für häusliche Gewalt geben? Falschanzeigen gibt es, aber sie in diesen Kontext zu stellen ist m.E. erbärmlich und ein Hohn für die geschlagenen Frauen. Und demonstrieren dürfen sie immer, aber ich denke, sie werden da nicht viele Unterstützer finden, die häusliche Gewalt ähnlich relativieren wollen....

Mm-Redaktion / Vor über 4 Jahren

Liebe MM-Leser, wir haben an dieser Stelle einige Kommentar gelöscht. Bitte halten Sie sich an die Netiquette, auch wenn Sie mit dem Kommentar Ihres Vorgängers nicht einverstanden sind. Ihr MM-Team

Klaus A. / Vor über 4 Jahren

@m.sastre: "Und wann duerfen die Maenner protestieren, die zu Unrecht beschuldigt wurden...?" - Du darfst jeden Tag protestieren gehen, zusammen mit allen Männern, die genau wie du, zu Unrecht beschuldigt werden. Wobei ich mir nicht sicher bin, um du zu Unrecht beschuldigt werden würdest ...

m. sastre / Vor über 4 Jahren

Und wann duerfen die Maenner protestieren, die zu Unrecht beschuldigt wurden und deren jeweilige Partnerin entweder aus Rache oder als einfachste und bequemste Form der Trennung den Weg der Falschanzeige gewaehlt hat? Es reicht ein Anruf bei der Polizei und der Beschuldigte wird abgeholt und ist erst mal weg. So schnell ist nicht mal Emaya mit dem Muell. Bei Bedarf kann dieser Vorgang beliebig wiederholt und der Ex-Partner so lange schikaniert werden bis dieser seinen Job verloren hat und winselnd auf jede Forderung seiner Partnerin eingehen muss. Ich kenne Maenner, die haben sich eine Partnerin ins Haus geholt, diese hat sie spaeter mehrfach angezeigt und dann erfolgreich ein Annaehrungsverbot erwirkt (geht ganz schnell und formlos). Sie blieb in seinem Haus, er auf der Strasse, und durfte weiterhin die Hypotheken bezahlen. Wer als Mann hier in Spanien der haeuslichen Gewalt beschuldigt wird, hat schon verloren und sieht sich einer Inquisitionsjustiz gegenueber, die man in einem europaeischern Staat nicht mehr vermuten wuerde. So etwas richtet der Neo-Feminismus an, dem es nur noch vordergruendig um Frauenrechte, tatsaechlich aber um einen Krieg der Geschlechter geht