Anwohnerverband will Urlaubsvermietung verbieten

Palma, Mallorca |
Touristen mit Rollkoffern in der Altstadt.

Touristen mit Rollkoffern in der Altstadt.

Foto: istockphoto.com

Der Verband der Anwohnervereinigungen in Palma will mit Unterschriftensammlungen die geplante Legalisierung der privaten Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern unterbinden. Die Organisation will allein Monat März 5000 Unterschriften sammeln, um sie bei der Balearen-Regierung einzureichen. Derzeit befindet sich eine Novelle im Balearen-Parlament auf dem Weg des Gesetzgebungsverfahrens.

Der Verband will jeden Samstagvormittag an drei Tischen im Zentrum von Palma (am Hauptbahnhof, dem Mercat del Olivar und der Einkaufsstraße Sindicat) an Infotischen um Unterschriften werben. Verbandspräsident Joan Forteza fordert, die private Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern im gesamten Stadtgebiet zu verbieten, nicht nur in der Altstadt.

Eine Liberalisierung kommt nach seinen Worten einem "Attentat auf das Zusammenleben" gleich. Die Öffnung der Immobilien werde das gewachsene Modell der Stadt und Handels verändern sowie die angestammte Bevölkerung aus den Viertel verdrängen. Das sei bereits in Ortsteilen wie Es Jonquet, El Terreno oder Blanquerna zu registrieren. In anderen Vierteln wie etwa in El Molinar habe sich dadurch das Stadtbild gewandelt. Dort seien viele Gebäude nach "nordischen" Kriterien umgestaltet worden. (as)

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Mike / Vor über 2 Jahren

Hanno, in die Diskussion hier Hotel und AI einfließen zu lassen ist schon mal absolut unsinnig und Off-Topic.

Was deine Erfahrungen mit Feriengästen in Mehrfamilienhäusern angeht: Freut mich, dass du da bisher Glück hattest. Es geht aber auch ganz anders, so wie ich es persönlich und auch Bekannte erlebt haben. Auch dir kann ich nur sagen: Dich möchte ich lesen, wenn du zum x-ten mal Nachts aus dem Schlaf gerissen wurdest.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Hanno@ sagen sie mal, WAS soll das eigentlich wie Sie sich hier aufführen. Sind Sie unfähig eine sachliche Diskussion zu führen? Ausserdem ist ein Haus mit 24 Parteien durchaus ein Wohnblock, was denn sonst? Albern ist auch zu behaupten, die Insel brauche den Tourismus nicht. Erklären Sie doch einfach mal Logisch und in Fakten, VON WAS sich die Balearen sonst am Leben halten und mit der Zeit gehen sollen ohne am Tropf der EU zu hängen? Lebensqualiät und Infrastrukturen sowie das Sozialwesen wären gar nicht möglich. Die Landwirte kämpfen seit Jahren darum die Auflagen für den Export ihrer Produkte in die EU zu erfüllen und damit könnten nur sie allein überleben, aber keine viertel Millionen Einwohner. Auch die Leder- und Schmuckindustrie in Inca fristet nur ein Nischendasein und ist schon lange nicht mehr, was sie mal war. Und WER bitte wollte hier auch noch Industrie ansiedeln?

Hanno / Vor über 2 Jahren

Was bin ich froh, d. die Welt nicht viele Hajo Hajo hat. Freunde von mir wohnen in einem Haus mit 24 Parteien. Nennen Sie das "Wohnblock"?? Auch da gibts Wohnungen, die an Urlauber vermietet werden. Es gibt O Prdobleme. Die Insel kann sich diesen Massentourismus auf Dauer nicht leisten, diese Buckelei der Hotel-Lobby gegenüber muß ein Ende finden! EIne vernünftige Regelung, Urlaubern zu ermöglichen , ihre Ferienzeit so zu verbringen, wie es ihnen gefällt, in einer Ferienwohnung z.B., muß gefunden werden. Nur so geht nicht noch mehr Infrastruktur kaputt. Und auf diese Einnahmen wird man nicht verzichten können. Ihr Argument, die Hotels stehen dort, wo sie.... ist albern! Diese Lärmpegel waren vor 25 Jahren unten und nicht wie jetzt, unerträglich.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Hanno@ Sie haben recht auch mit Ihrer Einlassung bezüglich Hotellärm. Mit dem Thema oben hat das aber nichts zu tun. Hotels stehen dort, wo sie schon seit Beginn des Tourismus erbaut wurden un d jeder weiss das.- . Aber in Wohnblocks ausserhalb der Partymeile hat diese Airbnb-Masche einfach nix verloren.

Hanno / Vor über 2 Jahren

.. haben aber wie in allen Urlaubsgebieten gerne die Hände aufgehalten und viele Steuern kassiert, denn, wer bitte hat die Kassen reichlich klingeln lassen?? Natürlich die Urlauber, die sich eine FeWo genommen haben. Man hätte vor Jahren schon ein vernünftiges Steuersystem für die Ferienvermietung ausarbeiten können... Aber wenn man auf die AI-Klientel setzen will, kann man sich die Insel in ein paar Jahren anschauen. Die guten Zahler werden abwandern und zwar dahin, wo man sich ganz normal eine FeWo mieten kann. Ganz clevere Deutsche haben eine neue Masche. Sie mieten auf Langzeit eine Wohnung... und das ganze Jahr kommen in diese Wohnung Freunde, und Freunde von den Freunden, Bekannte, Verwandte .. und wie nennt man das?? Das Lärmthema durch Urlauber verursacht, ist ein an den Haaren herbeigezogenes Thema.., ich weiß, wovon ich rede(schreibe). Der Lärm, der von Hotels produziert wird, Tag für Tag bis Nachts um 0.00 ist nerviger,als wenn sich Urlauber, bevor sie in den Ort gehen, um viel Geld auszugeben, noch einen Balkondrink genehmigen, Meine Erfahrungen mit Urlaubsgästen sind - bis auf 1 Ausnahme - reinweg positiv..., im Gegensatz zu dem AI-Volk

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Valerie@ sind Sie mir nicht gram, aber was Sie schreiben ist Unfug. Hier geht es nicht darum, dass jemand weiss, das seine Wohnung auf Mallorca ist. Sie kann auch im touristischen München oder Berlin sein. Wer in einem Wohnblock eine Wohnung kauft oder mietet kommt niemals auf den Gedanken solchen Missbrauch zu erleben. Bei Eigentum bestimmt ausserdem die Eigentümergemeinschaft darüber, was erlaubt ist oder nicht. Und Vermieter müssen laut Mietvertrag eine Untervermietung erst mal ausdrücklich im Mietvertrag genehmigen. Bei Verstoss droht fristlose Kündigung.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Servus Mike, Du hast vollkommen recht. Diejenigen, die nicht hier wohnen und diesen Zirkus auch selbst im eigenen Hause ertragen müssen, können gar nicht ermessen, welche Belastung das für die andern Mieter ist, wenn es im Hause zugeht wie in einem Taubenschlag. In DE wird derzeit darüber diskutiert, die Weitervermietung privater Wohnungen dem Gastgewerbe gleich zu setzen. Dabei geht es um die Auflagen zur Sicherheit von Mietern und Vermietern. Z.B. Einbau von Rauchmeldern, Ausweisung des Fluchtweges, Abschluss mehrerer gewerblicher Versicherungen z.B. für Haftung und Schäden, Anmeldung als Gewerbebetrieb, Versteuerung der Einnahmen, Auflagen für Lärmschutz, etc.etc. Dazu kommt noch die Frage von Parkraum für Gewerbetriebe. Denn all dieses müssen ja Beherbergungsbetriebe bisher auch erfüllen und wären gegenüber den Privatvermietern im Nachteil.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

In DE hat es bereits mehrere Fälle gegeben, wo der Hausherr Mietern kündigte, die ihre Wohnung über Airbnb zur Vfgg. stellten. Denn die Mieter hatten die Erlaubnis des Eigentümers zur "Untervermietung" nicht eingeholt. Und dieser hätte Sie auch nie erteilt. Den im vorliegenden Falle betroffenen Mietern bleibt so gesehen durchaus die Möglichkeit zusammen mit dem Eigentümer der Wohnungen oder des Hauses die Weitervermietung zu stoppen.

Mike / Vor über 2 Jahren

@Valeri: Zu pauschal und undifferenziert.. Hier geht es erstmal um "Anwohnervereinigung", also wohl klassische Mehrfamilienhäuser, und das gehört klar verboten. Dich möchte ich mal lesen, wenn du mehrfach die Woche Party unter dir hattest, und gut zureden nix hilft, weil die nächste Woche das nächste Partyvolk aufschlägt.

Freihstehende Häuser mit entsprechendem Abstand zu Nachbarn haben da weniger Probleme.

Ursula / Vor über 2 Jahren

http://www.n-tv.de/reise/Airbnb-bietet-ab-Mai-Trips-in-Berlin-article19726742.html

Auch dort ist Wohnraum knapp.