Mission impossible in Bunyola

Zehn-Tonnen-Felsbrocken kann nicht bewegt werden

Bunyola |
Feuerwehrmänner legen dem Felsbrocken eine Stahlschlinge um.

Feuerwehrmänner legen dem Felsbrocken eine Stahlschlinge um.

Foto: Foto: Alejandro Sepúlveda
Feuerwehrmänner legen dem Felsbrocken eine Stahlschlinge um.Die Hebearme der Kräne mussten weit ausgefahren werden.Was tun?

Ein Felsbrocken von zehn Tonnen Gewicht steckt nach wie vor als ungebetener Besucher in einem Haus in Bunyola auf Mallorca fest. Vergeblich versuchten Feuerwehrmänner, ihn mit zwei Hebekränen fortzuschaffen. Der Stein war Anfang März nach einem Bergrutsch in dem Landhaus eingeschlagen.

Stundenlang bemühten sich die Einsatzkräfte und die Techniker, den Stein aus dem Gebäude zu heben. Feuerwehrmänner seilten sich von einem Kran zum Felsbrocken hinab und legten eine Stahlschlinge um ihn. Doch die Kranfahrzeuge hatten kaum Platz zum Rangieren und mussten die Hebearme weit ausfahren.

Aus diesem Grund war die Hebekraft der Fahrzeuge geringer als sonst. Und der Stein war zu schwer. Die Eigentümer des Hauses mussten ohnmächtig mitansehen, wie der Brocken vorerst an Ort und Stelle blieb.

Als nächste Variante soll in den kommenden Tagen ein Bagger herangeschafft werden, der den Steinkoloss mit einem hydraulischen Meißel in kleinere Stücke zertrümmert. Ursprüngliches Ziel der Helfer war es gewesen, den Brocken ohne weitere Zerstörung des Hauses zu entfernen. Die Finca ist durch den Bergsturz bereits stark beschädigt.

Die Anwohner in den Nachbarhäusern können ebenfalls noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Geologen prüfen nach wie vor die Sicherheit der Formation am Sa-Gubia-Berg, wo sich der Felsbrocken gelöst hatte.

Steinschläge und Bergstürze dieser Art kommen auf Mallorca immer wieder einmal vor, insbesondere im Frühjahr, wenn Regen und Schneeschmelze den Untergrund aufweichen und Felsen in Bewegung setzen. (as) 

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