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Während ganz Deutschland dem Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Berlin entgegenfieberte, hat auch Mallorca überraschend Besuch von US-Vertretern erhalten: Am Flughafen von Palma musste eine US-Militärmaschine mit bewaffneten Soldaten notlanden, im Hafen machte ein Kriegsschiff der VI. Flotte fest.

Die Militärmaschine vom Typ Galaxy C5  befand sich auf dem Flug von Adana in der Türkei nach Móron de la Frontera bei Sevilla in Südspanien, als ein Schaden an einem der Flugzeugmotoren sie zu einer Notladung auf dem Airport Son Sant Joan zwang. Über Funk hatten die Piloten die Landeerlaubnis beantragt, Polizei und Feuerwehr sicherten das Gelände.

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Die Piloten konnte die Maschine ohne Probleme am Boden zum Stehen bringen, berichtete die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" am Mittwoch. Die Galaxy wurde auf dem militärischen Teil des Airports geparkt. An Bord befanden sich 59 Soldaten mit ihrer Bewaffnung. Die Maschine soll zudem Gefahrgut – Spezialtreibstoff für Marschflugkörper – geladen haben.

Die Guardia Civil – zuständig für die Waffenkontrolle auf spanischem Hoheitsgebiet – war von den US-Behörden über die Maschine informiert worden. Die Galaxy ist mit 75 Metern Länge die größte Militärmaschine der US-Luftwaffe.

Ebenfalls am Dienstag traf der US-Kreuzer "Hue City" in Palma ein. Es handelt sich um das einzige Schiff der US-Flotte, das nach einer Schlacht in Vietnam benannt ist. Der Raketenwerfer bleibt vier Tage in Palma. Es handelt sich um den ersten Besuch eines US-Kriegsschiffes in Palma in diesem Jahr. In der Vergangenheit machten die Einheiten der Mittelmeerflotte der USA immer seltener in Palma fest. An Bord der 173 Meter langen Schiffes befinden sich rund 400 US-Soldaten.