Die Stadt Inca erwartet am "Dijous Bo" bis zu 150.000 Besucher.

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Für viele Einwohner Incas sei der "Dijous Bo", der "gute Donnerstag", so etwas wie Weihnachten oder Silvester, erklärt Alice Weber, Stadträtin für Erziehung, Bildung und Arbeit. "Die Menschen machen sich Wochen im Voraus Gedanken darüber, wann sie sich wo und mit wem treffen, welche Stände sie besuchen wollen, wo man abends zusammen essen geht und anschließend gemeinsam feiert."

Die wichtigste "Fira" der Stadt und eine der wichtigsten Mallorcas findet jedes Jahr am vierten Donnerstag nach den Sant-Lluc-Feierlichkeiten vom 18. Oktober statt, dieses Jahr am 17. November. Im Kern handelt es sich um eine traditionelle Landwirtschaftsmesse, doch schon seit Jahren hat sich ein buntes Rahmenprogramm um "das Volksfest aller Volksfeste", wie es Bürgermeister Virigilio Moreno nennt, entwickelt.

Bereits am Mittwoch, 16. November, brodelt in der Innenstadt das Leben. Ab 17 Uhr steigt im Carrer Bisbe Llompart die Ensaïmada-Messe, ebenfalls um 17 Uhr fällt auf der Plaça del Bestiar der Startschuss zur Tierschau der Bauern. An verschiedenen Orten der Stadt werden im Laufe des Abends Ausstellungen im Zusammenhang mit dem Volksfest eröffnet. "Der Mittwoch wird im Rahmen der Dijous-Bo-Feierlichkeiten immer wichtiger", erklärt Alice Weber. "Viele Inquers nutzen den Tage, um mit Freunden loszuziehen. Der Donnerstag ist dann immer eher der Familientag."

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Dann erreicht die Fira auch ihren Höhepunkt, wenn bis zu 150.000 Menschen die Marktstände in der Innenstadt und die vielen "Nebenschauplätze" besuchen. Insgesamt bieten mehr als 500 Aussteller dort ihre Ware feil. Umrahmt wird die Messe von etlichen Veranstaltungen, Ausstellungen, Gastro-Präsentationen und Musik-Events. Besonders gut besucht sind dann wie immer die "Cellers", die Kellerlokale.

Ein solcher, der Celler Can Ripoll, war vergangene Woche auch Schauplatz der Pressekonferenz, die die Gemeinde anlässlich des "Dijous Bo" gegeben hat. "Wir werden dieses Jahr insgesamt über acht Kilometer Marktstände haben", sagte Antònia Sabater, Stadträtin für Messen und Volksfeste. "Auf dieser Fira treffen sich Tradition und Moderne", so die Politikerin weiter.

Wegen des erwarteten Ansturms will man dieses Jahr zudem entlang der Avenida Jaime II sowie der südliche Umfahrung der Innenstadt (Ma-13A) neue Parkflächen ausweisen. Von Palma aus sollen wie jedes Jahr Sonderzüge eingesetzt werden, um Besucher in kurzen Abständen nach Inca zu bringen. (cze)

(aus MM 46/2016)