Polizeibeamte untersuchten die abgeriegelte Immobilie bei Capdepera. | Alejandro Sepúlveda

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Bei der in Capdepera entdeckten Leiche verdichten sich die Hinweise, dass es sich um den Koch Kai Palma handeln könnte. Es gebe eine Überstimmung der körperlichen Merkmale des Toten mit denen des seit August 2017 vermissten Deutschen, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Freitagnachmittag online unter Berufung auf die Polizei. Allerdings steht das Ergebnis einer DNA-Probe noch aus. Bis diese eine endgültige Klarheit erbringen könne, würden noch mehrere Tage vergehen.

Der am Donnerstag in einem engen Hohlraum für Wasserleitungen gefundene Körper war am Freitag von Gerichtsmedizinern untersucht worden. Bei dem Toten seien keinerlei Anzeichen für Gewaltanwendung festgestellt worden. Über die Todesursache wurde nichts verlautbart. Das Ermittlungsverfahren steht unter Geheimhaltung.

Unbekannt ist demnach auch, wie der Mann in den Hohlraum gelangt war. Wie Ultima Hora bereits in der Freitag-Ausgabe berichtet hatte, wäre eine Taschenlampe notwendig gewesen, um in den Raum zu gelangen. Eine solche sei jedoch vor Ort nicht gefunden worden. Ebensowenig fanden sich bei der Leiche Ausweisdokumente.

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Die Polizei setzte ihre Befragungen der Nachbarn und Anwohner fort. Über die Ergebnisse wurde nichts verlautbart.

Die stark verweste Leiche war am Donnerstagmorgen im Erdgeschoss eines Chalet-Reihenhauses in der Cala Lliteres bei Capdepera entdeckt worden. Offenbar hatte ein Gebäudewart die Anlage überprüft. In einem engen Schacht im Bereich einer Garage stieß der Mann auf ein mysteriöses Bündel und alarmierte die Polizei.

Beamte der Kriminalpolizei riegelten den Bereich weiträumig ab, um den Toten zu bergen und um nach Beweismitteln zu suchen. Die Leiche befand sich zusammengekrümmt in dem Hohlraum. Die Bekleidung stimmte den Angaben zufolge mit der des vermissten Kochs überein. Der 28-Jährige hatte im Hochsommer 2017 seinen Arbeitsplatz plötzlich verlassen und war seitdem spurlos verschwunden.