Facebook-Gruppe Mallorca Blue kritisiert Meeresverschmutzung

| Playa de Muro, Mallorca |
Das Video wurde von der Facebook-Gemeinschaft Mallorca Blue erstellt.

Das Video wurde von der Facebook-Gemeinschaft Mallorca Blue erstellt.

Foto: ultimahora.es

Die Strände im Norden von Mallorca wie etwa die Playa de Muro und Son Serra de Marina zählen zu den schönsten der Insel. Doch das Leben im Meer ist an den dortigen Küsten in Gefahr, beklagt die Facebook-Gemeinschaft Mallorca Blue, die vor allem Unterwasseraufnahmen von Tauchern und Schnorchlern ins Netz stellt.

Mitglieder der Gruppe drehten ein Video, in dem vor allem die Einleitungen von unzureichend geklärtem Abwasser ins Meer kritisiert werden. Dadurch gelangen Stoffe ins Wasser, die wie Dünger wirken und das Wachstum bestimmter Algenarten fördern. Sterben diese Mikroorganismen ab, sinkt der Sauerstoffgehalt im Meer drastisch. Gleichzeitig schwächen diese Algen das Poseidon-Seegras, den Hauptlieferanten von Sauerstoff im Meer. Die Posidonia werde zudem durch ankernde Boote geschädigt.

Mallorca Blue fordert deshalb eine Verbesserung der Qualität des Klärwassers, das ins Meer eingeleitet wird. Notwendig seien Investitionen in die Kläranlagen im Norden der Insel. Rein technisch gesehen sei es heute durchaus möglich, Abwasser so aufzubereiten, dass es bedenkenlos ins Meer eingeleitet werden könne, heißt es in dem Video von Gruppe, das die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Mittwoch online veröffentlichte.

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Jasna / Vor 2 Monaten

Bleibt nur zu wuenschen, dass der Druck durch Presseveroeffentlichungen inselweit dermassen gross wird, dass endlich ausreichend dimensionierte Klaeranlagen gebaut werden. Existiert eine Uebersichtskarte ueber Einleitungen, damit man diese Bereiche grosszuegig umschwimmt ;-)?

Helmut / Vor 2 Monaten

In Port de Sóller kann man vom Jumeira-Hotel aus sehr gut beobachten, wie die unzureichend geklärten Fäkalabwässer über eine lange Unterwasser-Rohrleitung direkt in der Hafenöffnung ins Meer kommen. Alle ca 10- 15 Minuten kommt aus dem Meereswasser eine helle, pilzartige Wolke nach oben, die sich dann verteilt : unzureichend geklärte Fäkalienabwasser! Dieser Vorgang findet 24 Stunden täglich statt. Das heißt, die Strandurlauber baden buchstäblich in ihrer eigenen Scheiße, aber die "Umweltschützer" haben ja nur die bösen Ankerlieger wegen der Posidonia-Seegraswiesen im Auge, statt sich erstmal um das menschliche Wohlergehen zu kümmern. Die Gäste des Jumeira-Hotels , die diese Einleitung von Abwasser beobachten können , werden jedenfalls nicht am Strand ins Wasser gehen: sie haben ihre eigenen , sauberen Pools.