Lebensretter von Mallorca sieht sich nicht als Held

| Son Carrió, Mallorca |
Daniel Thielk im RTL-Interview auf Mallorca.

Daniel Thielk im RTL-Interview auf Mallorca.

Foto: RTL / Screenshot

Der deutsche Lebensretter eines siebenjährigen Mädchens bei der Flutkatastrophe auf Mallorca sieht sich nicht als Held.

Das sagte er am Donnerstag dem TV-Sender RTL. Es handelt sich um den Brandenburger Daniel Thielk. "Ich habe von der Kleinen noch das T-Shirt, hatte ihr meinen Pullover gegeben, damit sie nicht friert. Ihre Sachen waren völlig durchnässt. Wir mussten zwei Stunden lang in einem Schuppen ausharren", sagte der Mann im Fernseh-Interview.

Am Dienstagabend hatte er die kleine Úrsula aus dem reißenden Wasser gezogen. "Die wollte mich gar nicht mehr loslassen." Das T-Shirt will er nun zurückgeben.

Die Überlebende ist die Schwester des derzeit noch vermissten Artur (8) und Tochter der ertrunkenen Apothekerin Joana L.P. Die Familie war am Kreisverkehr zwischen Sant Llorenç und Son Carrió im Auto von den Fluten überrascht worden. Offenbar kam nur das Mädchen mit dem Leben davon, die genauen Umstände sind unklar. Der Vater der Kinder weilte zum Unglückszeitpunkt in London. Kurz bevor das Auto von reißendem Wasser erfasst wurde, hatte Joana L.P. offenbar noch unbesorgt mit ihrem Mann telefoniert, wird berichtet. Angeblich ging die Frau davon aus, in einem harmlosen Stau zu stehen.

Ihre Leiche wurde innerhalb des Autos gefunden. Sie soll im letzten Moment noch versucht haben, ihre Kinder aus dem Wagen zu befreien.

Die Angehörigen hatten über die Medien nach Daniel Thielk gesucht, um sich von Herzen bedanken zu können.

aktualisiert um 17.08 Uhr

Kommentar

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MM-Team / Vor 2 Monaten

MM hat hier einzelne Kommentare unsichtbar gestellt.

mallorca - fan / Vor 2 Monaten

@ Tho. B.

Ja, dieser Mann hat toll gehandelt und wird zurecht dafür geehrt.

Der Seitenhieb auf eine andere Nationalität ist diskriminierend,

zugleich beschämend und völlig unangebracht.

Thomas Berthold / Vor 2 Monaten

Der Mann kann stolz sein. So macht man das. Einige Engländer wären wahrscheinlich Traumatisiert und würden eventuell eine Entschädigung einfordern.