Mallorcas Nachtclub-König Bartolomé Cursach. | A. Sepúlveda

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Im Fall um Mallorcas Diskotheken-König Bartolomé Cursach hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Für den Magnaten, dem unter anderem Tito's, BCM und Mega-Park gehören, werden 8,5 Jahre Haft gefordert.

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Es geht um Vorwürfe von der systematischen Beamtenbestechung bei der Lokalpolizei über mutmaßliche Erpressung von Konkurrenten bis hin zum Drogenhandel, zur Rädelsführerschaft in einer kriminellen Vereinigung und zum Tötungsdelikt. Beschuldigt werden insgesamt 24 Personen, unter ihnen Manager der Firmengruppe, Rathausmitarbeiter aus Palma und Calvià, eine ehemalige Generaldirektorin im balearischen Tourismusministerium, konservative Politiker sowie vor allem Polizeibeamte. In einzelnen Fällen drohen über zehn Jahre Gefängnis, in anderen nur eine Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte.

Die Cursach-Unternehmen sollen bei Inspektionen begünstigt worden sein, während andere Gastronomen angeblich drangsaliert und zur Schließung gezwungen wurden. Allein das Aufkommen an nicht eingetriebenen Bußgeldern wurde einmal auf 19 Millionen Euro beziffert. Zudem gibt es Aussagen über mutmaßlichen Drogenhandel in den Cursach-Etablissements. Allerdings fühlen sich Zeugen und sogar Justizangehörige teilweise bedroht, und man darf gespannt auf den Ausgang des Verfahrens sein. Die Anklageschrift stammt vom Leitenden Oberstaatsanwalt der Balearen, Juan Carrau, sowie von Miguel Angel Subirán, der aus dem Cursach-Umfeld heftig unter Beschuss steht.