Meeresschildkröte "Adri" musste in die Röhre

| | Palma, Mallorca |
Begeistert war das Tier von seinem Aufenthalt in der Röhre nicht.

Begeistert war das Tier von seinem Aufenthalt in der Röhre nicht.

Foto: UH

Erstmals ist auf Mallorca am Donnerstag eine Meeresschildkröte per Computertomographie untersucht worden. Patient "Adri" wurde am 23. Abril vor Ibiza geborgen, weil sie nicht mehr tauchen konnte. Nach der Untersuchung ist die Diagnose klar: Lungenentzündung, Blutarmut und Dehydrierung.

Bislang wurden die Untersuchungen in der "Röhre" auf dem Festland durchgeführt. In der Tierklinik Aragó wurde am selben Tag außerdem die Karettschildkröte "Ninja" geröngt und per Ultraschall untersucht. Sie wurde am 10. Mai mit den gleichen Symptomen wie "Adri" ebenfalls vor Ibiza entdeckt. Sie wird nun mit Antibiotika behandelt und erholt sich in lauwarmem Wasser in der Fundación Palma Aquarium. In einem Monat soll sie voraussichtlich wieder in die Freiheit entlassen werden. Mit einem Gewicht von 47,3 Kilo war sie zu groß für eine Computertomographie.

Nach Angaben von Tierärztin Emanuela Renga sind Atemwegsprobleme im Frühling und Herbst bei Schildkröten weit verbreitet. Grund dafür sind die Veränderungen der Wassertemperatur. "Wenn die Tiere nicht tauchen können, essen sie zu wenig und werden immer schwächer."

Dritter Patient ist zurzeit Schildkröte "Terra", die sich am 3. September vor Formentera in Fischernetzen und Plastik verfangen hatte. Dabei verlor sie ihre rechte Flosse, die linke wurde verletzt. (mais)

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