So zu schlafen, ist alles andere als bequem. | UH

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Francisco Sastre aus Son Ferriol lebt in seinem Auto. Früher war er Inhaber einer Bäckerei in Porreres, bis er nach einem Unfall alles verlor, wie er in einem Gespräch mit der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora erzählt hat.

Heute kommt er für eine warme Mahlzeit zur Tafel in Palma und hilft dort auch aus. Nach einem Unfall saß er fast drei Jahre im Rollstuhl und verlor seine Arbeit. Private Gründe, auf die er nicht näher eingehen will, führten dazu, dass er Haus und Geld verlor.

Nun lebt er von 750 Euro Rente im Monat. "Zu wenig für ein Dach über dem Kopf, denn ein Zimmer kostet schon 400 Euro, plus Kaution. Dann bleiben noch Ausgaben für Essen und Kleidung", sagt Sastre. Leute, die ihm Geld schulden, seien seit der Krise ebenfalls in finanziellen Schwierigkeiten und könnten ihm die Schulden nicht zurückzahlen.

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Geparkt hat er sein Auto in Palmas Problemviertel La Soledat. Dort schläft er Nacht für Nacht im Kofferraum. "Man gewöhnt sich an alles", meint er. Das sei immer noch besser, als in einer Obdachlosenunterkunft unterzukommen. (mais)