Sauftouristen weichen auf Hotels neben Tabuzonen aus

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Betrunkene Urlauber an der Playa de Palma.

Betrunkene Urlauber an der Playa de Palma.

Foto: MM-Redaktion (Ultima Hora)

Nach der Verabschiedung des Gesetzes gegen Alkoholexzesse weichen Sauftouristen zunehmend auf All-inclusive-Hotels auf Mallorca aus, die nicht von den Einschränkungen und Verboten betroffen sind.

Manche befänden sich nur 30 bis 50 Meter hinter den Tabuzonen, zitierte die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" am Mittwoch eine Plattform zur Verteidigung der Hotelqualität. Bemängelt wurde eine gewisse "kubistische" Aufstellung der Zonen. Deswegen werde der Sauftourismus teilweise auf die gegenüberliegende Straßenseite verlagert. Einige nicht von verboten betroffenen All-inclusive-Hotels hätten angesichts der hohen Nachfrage schon ihre Preise erhöht.

Kern des in der vergangenen Woche verabschiedeten Gesetzes ist, dass zunächst an der Playa de Palma und in Magaluf sowie in Sant Antoni de Portmany auf Ibiza gilt, ist ein komplettes Verbot von Angeboten wie "Happy Hour", "2 für 1" oder "All you can Drink".

Ebenfalls limitiert wird der Ausschank von Alkohol im Rahmen von All-inclusive-Reisen. Hotels dürfen demnach nur noch maximal drei alkoholische Getränke pro Person zu jeder Hauptmahlzeit, also zum Mittag- beziehungsweise Abendessen anbieten. Auch gegen sogenannte Balconing-Touristen muss viel härter vorgegangen werden.

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mallorca-fan / Vor 8 Monaten

Das Thema ist ja schon seit Jahren ein Dauerbrenner.

Das Foto mittlerweile ein Ladenhüter. Weihnachtsgefühle werden wach:

"Alle Jahre wieder …"

Thomas Berthold / Vor 8 Monaten

Es ist lachhaft mit welchen Methoden versucht wird das saufen einzudämmen. Sollen die Spanier doch einfach den Alkohol ganz verbieten für die Touristen und schon ist das Problem gelöst und dabei wird auch noch der massentourismus gelöst weil dann die Insel so ziemlich leer wird. Oder Alkohol ausschank erst ab einem Alter ab 65 Jahren. Mein Gott was kommt noch alles von den Spaniern ?? Quo vadis Mallorca ??

Miguel / Vor 8 Monaten

Bleibt zuhause in Deutschland und besäuft Euch dort...

Majorcus / Vor 8 Monaten

"6 grosse 400 ml Glaeser Fusel" - daran erkennt man mangelnde ... 3 Maß zum Frühstück, 3 Maß zum Mittagessen & 3 Maß zum Abendessen: mit Bier gefüllt ca. 450 g C2, sollte reichen ... - wobei der Anfangsverdacht begründet ist, dass die C2-Verbote eher nicht mit EU-Recht vereinbar sind. Das Rechtsinteresse der Gewinnoptimierung steht hier dem Menschenrecht auf Selbstbestimmung und der Vertragsfreiheit entgegen. Aber wen kümmert das dort schon?

cashman1 / Vor 8 Monaten

Wenn es zu dem Mahlzeiten nur 3 Getränke gibt, löscht man halt zwischen den Mahlzeiten seinen Durst. Ist ja „all in“.

Falo / Vor 8 Monaten

Nicht noetig das zu kontrollieren, wala. 6 grosse 400 ml Glaeser Fusel (jeweils 3 Mittags, 3 Abends) sollten es doch tun, sich erfolgreich die Hirnringe einzuschlacken.

Ron Keller / Vor 8 Monaten

Das Gesetz war m.E. ein Schnellschuss der Regierung, um auf der Touristikmesse Fitur eine Nachricht zu haben, die auf die Balearen aufmerksam machte. Im nächsten Jahr wird dann eine andere Sau durchs Dorf getrieben.

wala / Vor 8 Monaten

Zitat: "Ebenfalls limitiert wird der Ausschank von Alkohol im Rahmen von All-inclusive-Reisen. Hotels dürfen demnach nur noch maximal drei alkoholische Getränke por Person zu jeder Hauptmahlzeit, also zum Mittag- beziehungsweise Abendessen anbieten."

Wie bitte, soll das kontrolliert werden? Haben die Verantwortlichen bei diesem "Erlass" schon zu tief ins Glas geschaut?

Gabriele Smieszek / Vor 8 Monaten

An diesem Gesetz kann man mal wieder sehen, wie unausgegoren es ist. Die Hoteliers reagieren schnell und ziehen wieder mal Profit aus der Sache. Wenn so laue Gesetze verabschiedet werden, darf man sich nicht wundern, dass auf Dauer nichts positives dabei heraus kommt.