In der MItte: Inselratschefin Catalina Cladera mit Tourismusdernent Andreu Serra. | Twitter Inselrat

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Mallorcas Inseratspräsidentin Catalina Cladera glaubt, dass die Sommersaison auf Mallorca trotz der weltweite Coronavirus-Krise noch gut ausfallen kann. Sie wandte sich am Freitag mit einer "Nachricht der Ruhe und Besonnenheit" an die Insel-Presse.

Zunächst hielt Cladera fest, dass Mallorca ein "exzellentes Gesundheitswesen" habe. "Wir sind ein sicheres und starkes Reiseziel, niemand muss hier Angst haben, auch nicht um seine Gesundheit", so die sozialistische Politikerin.

Es komme jetzt darauf an, die Werbung für die Insel der aktuellen Situation anzupassen. Cladera setzt dabei vor allem auf zwei anstehende Veranstaltungen: Mitte März will man auf der Insel einzelnen Reiseveranstaltern bei einer gemeinsamen Sitzung die Vorteile Mallorcas als Sommer-Reiseziel vermitteln, Anfang April soll es dann zu einem ähnlichen Treffen in Berlin kommen, bei dem es um Sporturlaub gehen wird.

Auch die Vizepräsidentin des Hotelverbandes Fehm, Maria José Aguiló, sagt: "Die derzeitige Situation wird von den Verantwortlichen unseres Gesundheitswesens optimal gesteuert. Genauso, wie wir lernen mussten, mit der Terrorismus-Gefahr zu leben, werden wir uns auch an die Gefahr durch ein solches Virus' gewöhnen müssen."

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Und weiter: "Anstatt die Absagen zu zählen, sollten wir uns auf die anstehende Saison konzentrieren." Es sei wichtig, positiv statt negativ zu denken.

Hintergrund: Auf Mallorca wurden bisher sechs Fälle des Neuartigen Virus' SARS-CoV-2 nachgewiesen. Alle Betroffenen waren vorher nach Italien gereist oder hatten sich bei Freunden beziehungsweise Verwandten angesteckt, die ihren Urlaub dort verbracht hatten.

Positiv getestete Patienten sollen – sofern das ihre Situation zulässt – von nun an zu Hause isoliert und von mobilen Einsatztrupps der Gesundheitsbehörde betreut werden. Für Infizierte mit schwereren Symptomen stehen die Isoliertstaionen des Großklinikums Son Espases beziehungsweise des Krankehauses Son Llàtzer zur Verfügung. Auch in Inca und Manacor können Patienten aufgenommen werden.

Am Freitag erreichte das Coronavirus schließlich auch Mallorcas Nachbarinsel Ibiza. Ein dort lebender Italiener wurde im Krankenhaus Can Misses in Ibiza-Stadt vorstellig, weil er über Husten und Fieber klagte. Ein Test, der zur Auswertung nach Palma geschickt wurde, fiel positiv aus und der Mann wurde isoliert.