Täglich rollen die Lastwagen von den Schiffen, die Mallorca und die anderen spanischen Inseln beliefern. Die Nachfrage hat wegen der Coronakrise dennoch stark nachgelassen. | Redaccion Ibiza

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Mit einer dringenden Bitte haben sich die Reedereien an das Ministerium für Transport in Madrid gewandt. Sie fordern die spanische Regierung auf, die Verantwortung für die Sicherstellung der Versorung der spanischen Inseln zu übernehmen. Andernfalls drohten mögliche Engpässe in der Versorung.

Die Belieferung von Gütern an die spanischen Inseln wie die Balearen, darunter Mallorca, die Kanaren und die Enklaven Ceuta und Melilla sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet worden. Die Schiffsgesellschaften hätten allerdings aufgrund der Coronakrise und der starken Rückgänge der Frachtlieferungen erhebliche finanzielle Einbußen erlitten. Die spanische Gesellschaft für Reederein (Anave) spricht von 70 Prozent auf einigen Linien.

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Um laufende Kosten zu sparen, wurden einige Schiffe für eine bestimmte Zeit stillgelegt, mit den restlich verbliebenen wurde die Versorgung der Inseln gesichert. Zu den täglich angelieferten Waren gehören viele Produkte des täglichen Gebrauchs. Würde diese Versorgung per Schiff wegfallen, gäbe es innerhalb von 48 Stunden bereits Engpässe, so Vertreter von Anave.

Die Vereinigung der spanischen Reederein schlägt der spanischen Regierung vor, Teile des Budgets, das für die subventionierten Reisen der Inselbewohner auf das spanische Festland vorgesehen ist (der sogenannte "Residentenrabatt"), an die Reedereien zu zahlen, um die finanziellen Verluste etwas auszugleichen.

„Bisher gab es dazu noch keine konkrete Aussage“, so ein Sprecher von Anave. Man habe lediglich die Hafengebühren seit dem 22. April reduziert. Auch bei der Rückerstattung dieser Zahlungen sei es zu Verzögerungen gekommen.