Weiter Probleme bei der Übermittlung der Coronadaten auf Mallorca

| Palma, Mallorca |
Ministerpräsidentin Francina Armengol sagte am Dienstag: "Nur sechs Regionen Spaniens stehen besser da als wir."

Ministerpräsidentin Francina Armengol sagte am Dienstag: "Nur sechs Regionen Spaniens stehen besser da als wir."

Foto: M. A. Cañellas

Auf Mallorca gibt es weiterhin Probleme mit der Übermittlung der Coronadaten von Palma nach Madrid. Die Folge sind auffällige Abweichungen der täglich vom „Govern” per Pressemitteilung bekanntgegebenen Daten und den Zahlen, die Madrid abends im Bezug auf die Balearen veröffentlicht. Wie eine Sprecherin des balearischen Gesundheitsministeriums am Montag gegenüber MM bestätigte, kommt es noch immer zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Neuinfektionen, wie MM bereits vor drei Wochen exklusiv berichtet hatte.

Man sei aber auf dem Weg, die Nutzung der „trägen” Computer-Software namens Sivies, mit der diese Übermittlung durchgeführt wird, agiler zu gestalten. Dieser Vorgang soll so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Trotz der Verzögerungen – versichern die Verantwortlichen – würden aber alle Fälle dem spanischen Gesundheitsministerium übermittelt.

Zuletzt war insbesondere der Wahrheitsgehalt der zeitweise bis auf 29 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunkenen 7-Tage-Inzidenz, die Madrid neben der 14-Tage-Inzidenz täglich auch für die Balearen bekanntgibt, angezweifelt worden. Beobachter gehen davon aus, dass diese deutlich höher liegt, als bei den derzeit offiziell 44 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unklar ist in diesem Zusammenhang vor allem, wie viele der aus Palma gemeldeten Fälle von Madrid tatsächlich den vergangenen sieben Tagen zugerechnet werden und wie viele als „Altfälle” gelten und deshalb nicht in die 7-Tage-Statistik einfließen.

Das spanische Gesundheitsministerium in der Hauptstadt wollte auf Anfrage des Mallorca Magazins zur Datenübermittlung keine Stellung nehmen und verweist auf die regionalen Behörden auf den Inseln. Maria Antònia Font, Gesundheitsdirektorin der Balearen-Regierung, bestätigte am Mittwoch in einem persönlichen Gespräch mit dem Mallorca Magazin, dass die 7-Tage-Inzidenz für die Balearen-Inseln zusammen momentan höher liege, als von Madrid errechnet, am Mittwoch etwa bei 130. Die 7-Tage-Inzidenz alleine für Mallorca lag zuletzt bei 151 Fällen pro 100.000 Einwohner. (red)

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der aktuellen MM-Ausgabe (38/2020), erhältlich am Kiosk, auch in Deutschland, oder per E-Paper.

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wigo / Vor 1 Monat

Natürlich arbeiten hier alle Rechner auf Microsoft Windows. Dem besten Virenprogramm aller Zeiten. Was soll also dabei rauskommen ?

frank / Vor 1 Monat

Ich weiß ja, daß hier sehr viele eine "mañana" & igual - Einstellung haben.Aber irgendwann wird auch der letzte wach und merkt, daß das eh schon kaum vorhandene Geld knapp wird oder all ist.Lasst euch von dieser Zirkustruppe namens Balearenparlament nicht länger für dumm verkaufen.Mir braucht jetzt auch keiner kommen mit Aussagen wie : Ihr kennt euch hier nicht aus, habt politisch keine Ahnung, blablabla.Dafür bin ich zu lange hier und weiß, wie der Hase läuft.Vielleicht tut DER Zustand auch mal gut.Von mir aus noch ein Lockdown.Was nützen Verbote, wenn Geburtstagsfeiern anstatt daheim, unauffällig in der Inselmitte in ner Mietfinca abgehalten werden z.B.Es macht eh fast jeder, was er will.Da nützen auch sandaufwirbelnde Hubschrauber an der Playa nix.Alles nur ein riesen G (B)eschiss.Aber schön ruhig bleiben, sich an die rd.400 Coronaverordnungen halten, dann wird das schon :-)

Metti / Vor 1 Monat

Es ist schon witzig zu lesen, das die Leute aus Deutschland, dem Entwicklungsland in Sachen Digitalisierung, hier ein auf dicke Hose machen. Was läuft bei euch alles schief?? Ich sage nur zB.Coronatests der Urlauber in Bayern. Aber das hört ihr ja nicht gern...

Markus Eder / Vor 1 Monat

Es bleibt zu hoffen, dass die spanischen Stellen bei der Angabe der Coronainzidenz auf den Balearen nicht der griechischen Versuchung erlegen sind und versuchen mit geschönten Zahlen die Reisewarnungen aufgehoben zu bekommen. Griechenland hatte sich ja bekanntlich mit geschönten Zahlen die Aufnahme in den Euroraum erschummelt. Träge Software, Übermittlungsverzögerungen, solche Begründungen wirken doch reichlich gesucht. Aber selbst im Falle unbeabsichtigter Fehler bleibt ein mulmiges Gefühl. Wollen wir eine Nation, die noch nicht einmal ihre Statistiken in Ordnung bekommen wirklich 140 Milliarden Euro aus dem EU-Hilfsfonds überlassen?

Majorcus / Vor 1 Monat

Mallorca first! Mit 150 pro 100.000 um 15 % über dem Balearen-Schnitt ... Zweifelhaft, ob die Menschen dort bereit sind, mit konsequentem A-H-A Verhalten die Infektion einzudämmen. Die Erfolge der mañana Einstellung kann jeder auf dem Friedhof betrachten.

Mallorcajoerg / Vor 1 Monat

Irgendwie kann man es nicht glauben. Bis der Rechenknecht wieder läuft, würde ich auf Telefon oder Fax, eine Strichliste und den Taschenrechner setzen. Wahrscheinlich würde der spanischen Regierung eine Beta-Version von Microsoft aufgeschwatzt. Würde dann auch den Alubommeln in den Kram passen! Ist natürlich Teil des perfiden Plans von Gates die Neue Weltordnung zu installieren. (Ironie off).

Schmidt / Vor 1 Monat

Man muß sich vorstellen das dieses Land, das dermaßen vom Tourismus lebt, es geschafft hat, sich erneut zum Riskogebiet zu machen. Warum ist das fahrlässig geschehen? Weil die verantwortlichen Politiker die Hotspots Madrid und Barcelona an die Mittelmeerküste und die Balearen etc. haben anreisen lassen und Discotheken und Nachtklubs öffnen ließen. So legten sie den Grund dafür, dass die Zahlen, die dort niedrig waren, hochschnellten. Das heißt ab 01.10. mindestens 5 Tage Quarantäne bei Rückreise nach Deutschland und den nahezu totaen Zusammenbruch des Tourismus! Widerlich!

Ralph Sieger / Vor 1 Monat

Die Verarsche wie von der Balearen Regierung bei der Übermittlung der Infizierten Zahlen praktiziert,ist unglaublich. Softwareprogramm zu langsamt? Haltlose Behauptung. In allen anderen Communidades funktioniert die Datenübertragung, nur ausgehend von den Balearen nicht. Außerdem werden Zahlen seit langer Zeit nach Madrid gesendet, jetzt soll die Software zu langsam sein???? 44 zu 155, sind ca. 350% weniger gemeldete Fälle. .Soll sich jeder seine eigenen Gedanken machen, warum die Zahlen der Infizierten bis zur Korrektur, so niedrig gehalten werden.

Thomas / Vor 1 Monat

"Täuschen, tarnen und verpissen" scheint da das Motto der Verantwortlichen zu sein. Wenn man es nicht auf die Reihe kriegt, sind immer die anderen Schuld oder die IT. Lächerlich!

andi / Vor 1 Monat

Das klingt nach Kuddelmuddel. Weiteres Vertrauen wird somit nicht aufgebaut.