Gemeinde Artà verärgert über Campingplatz-Pläne

| Mallorca |
Auf einem mit Kiefern bewachsenen Gelände soll der Campingplatz entstehen.

Auf einem mit Kiefern bewachsenen Gelände soll der Campingplatz entstehen.

Foto: Ultima Hora

Der Streit um einen neuen geplanten Campingplatz im Nordosten von Mallorca zieht weitere Kreise. Die zuständige Gemeinde Artà äußerte sich am Mittwoch besorgt über die Größe des Areals. Dem Umweltministerium der Balearen habe man ein juristisches Dokument zukommen lassen, das von der Einrichtung eines Campingplatzes auf dem Gelände des staatlichen Landguts Es Canons abrät.

Die Regierenden in Artà zeigte sich nach eigenen Angaben überrascht von der Schnelligkeit, mit der Projekt vorangetrieben wird. Dabei müsse es zunächst eine breit angelegte Diskussion mit Anwohnern darüber geben.

Der Campingplatz soll auf 13.500 Quadratmetern entstehen, 250 Personen sollen dort Platz finden. (it)

Kommentar

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Majorcus / Vor 9 Monaten

@HajO Hajo: Sie haben immer noch nicht verstanden, dass "mit wenig Geld und Fahrrad" weit umweltfreundlicher war als der heutige GIGAtourismus! #EU-Klimanotstand & UNIte behind the science!

HajO Hajo / Vor 9 Monaten

Majorcus@ Und WIE kommen die Camper dann vom Fährhafen und Airport mit dem ganzen Krempel für eine Familie dort hin und wieder zurück? Diese Camper sind keine jugendlichen Bagpacker mehr. Sie reden erneut von einer Sache wie ein Blinder von Farben.

Die Zeiten aus den 60ern, wo man mit wenig Geld und Fahrrad oder Käfer endlich ins Ausland reisen konnte, sind lange vorbei. Modernes Reisen mit Wohnwagen und Wohmobil sieht HEUTE ganz anders aus und bietet zur Feiheit auch die Möglichkeit des fortlaufenden Ortswechsels, vor allem wenn es einem nicht gefällt. Hotelgäste können nur neidvoll zuschauen und müssen in ihren Bunker mit 1000 anderen in 2 Schichten zum Essen gehen und sind froh, wenn sie mit den nörgelden Blagen wieder heimfliegen..

Mit dem Wohmobil ist man flexibel, hat seine eingerichtete Wohnung dabei und kann in z.B. 3-4 Wochen die gesamte spanische und Griechische Kultur buchstäblich erfahren. Ich habs gemacht und unter keinem Zeitdruck. Man fährt so weit wie man Lust hat und gondelt gemütlich auf einer anderen geplanten Route wieder heim. ADAC-Mitgieder bekommen einen ausgearbeiteten Tourenplan und Reiseführer. Hotelgäste stehen selbst da, und müssten das alles mit dem Leihwagen abklappern, sofern sie überhaupt an Kultur, Land und Leute interessiert sind. Das bezweifle ich hier bei einigen Foristen mehr denn je. Sie wissen über die Balearen nicht besonders viel.

Tom Tailor / Vor 9 Monaten

Wenn ich recht informiert bin ist nur wenige Kilometer entfernt in den letzten Jahren dort ein Neubaugebiet für Häuser der gehobenen Preisklasse entstanden......eigentlich müsste man um den Charakter der Insel mittel und langfristig zu sichern ALLe neuen Landerschliessungen, Baugebiete und Neubauten für ausländ. Besitzer sofort stoppen.

Christian / Vor 9 Monaten

..ich bin dagegen, weil Du dafür bist. Typisch Mallorca und seine gelangweilten Selbstdarsteller. Gerade das solkte doch gefördert werden, nicht noch mehr Betonburgen. Ich verstehe, die Leute die solch Urlaube bevorzugen sind hier noch Fremdkörper und Selbstversorger. Ich rate jedem zu einem Urlaub im Zelt oder Caravan, denn so erlebt und geniesst man Natur. Mensch und gerade Kinder lernen diese zu schätzen und schützen. Unsere Kids sammeln bei jedem Strandbesuch Plaste ein, von selbst.

Hans Simon / Vor 9 Monaten

Eigenartig, bei der Erweiterung von Hotels bedarf es keine Diskussionen mit den Anrainern. Demokratie live.

Olaf Tausch / Vor 9 Monaten

Es hätte mich auch gewundert, wenn die Gemeinde hinter den Plänen der Regionalregierung stände. Schließlich ist sie eine der Gemeinden, die die touristische Erschließung ihrer Küste bisher erfolgreich verhinderte. Ein Beispiel dafür war die Campaña La Canova contra Ravena (siehe https://web.archive.org/web/20100402040701/http://www.balearescultural.com/rutes_canova.htm). Es bestätigt in gewisser Weise meinen Kommentar unter einem vorangegangenen Artikel (siehe https://www.mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2020/12/16/86275/neuer-campingplatz-meeresnahe-soll-auf-mallorca-entstehen.html), dass die Regierung der Balearen ein eigenes Grundstück vermarkten will. Anscheinend hat man vorher weder mit Umweltverbänden noch der Gemeinde gesprochen, um pro und contra abzuwägen.

Majorcus / Vor 9 Monaten

Ein Zeltplatz, der auf Autoanreise, Wohnwagen & Wohnmobile verzichtet, kommmt bei 300 Menschen auch mit 5.000 qm aus!

HajO Hajo / Vor 9 Monaten

OK ja keine Konkurrenz izulassen und die wilden Zustände überall auf der Insel weiter laufen lassen. Leider ist nicht bekannt, über WAS sich die Gemiende überhaupt aufregt? Soll der Einzekhandel den Campern keine Lebensmittel etc. verkaufen? Ich denke die haben eine völlig falsche Meinung von den heutigen Campern. Die 60er Jahre sind vorbei und die Zustände auch.