Balearen-Regierung verhängt erneut hohe Geldbußen gegen Demonstranten

| Mallorca |
Am vergangenen Samstag fand erneut eine Demo der Gastronomiebranche statt.

Am vergangenen Samstag fand erneut eine Demo der Gastronomiebranche statt.

Auf Mallorca hat die Vertretung der spanischen Zentralregierung nun erneut Bußgelder für Demonstranten verhängt. Die Geldstrafen richten sich an acht Teilnehmer der Kundgebung vom vergangenen Samstag und betragen insgesamt rund 141.000 Euro. Darunter sollen sich unter anderem die Veranstalter der Demonstration befinden. Organisiert wurde diese von der Bewegung "La Resistencia Balear".

Grund für die Geldstrafen sind unter anderem die Nicht-Einhaltung der Rahmenbedingungen für die Demonstration. Wegen des hohen Ansteckungsrisikos war nur eine motorisierte Kundgebung genehmigt worden. Dennoch nahmen Hunderte Personen auch zu Fuß teil. Ebenso werden Geldstrafen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ausgestellt. Begleitet von lauter Musik, Bengalos und Transparenten marschierten die Demonstranten zum Regierungssitz der Balearen-Regierung Consolat de Mar.

Bereits zum dritten Mal demonstrierten Hunderte Personen gegen die aktuellen Restriktionen der Balearen-Regierung. So müssen Restaurants und Bars vorerst bis zum 14. Februar geschlossen bleiben. Unter anderem forderten die Teilnehmer den Rücktritt der Balearen-Präsidentin Francina Armengol sowie die Auszahlung von staatlicher finanzieller Unterstützung. Für diesen Mittwoch hat "La Resistencia Balear" eine Foto-Aktion an der Plaza Mayor in Palma angekündigt. (cg)

Kommentar

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Majorcus / Vor 8 Monaten

@Michael Düsseldorf: Finden Sie Schmutz oder Hygiene besser in der Gastroküche?

TheGreatAwaking / Vor 8 Monaten

Menschen die um ihre Existenz bangen und dann noch für ihr Recht auf die Straße gehen? Sorry aber das geht ja gar nicht! Früher wurden solche Schwerverbrecher sofort deportiert...das waren noch Zeiten. Aber zum Glück gibt es jede Woche hunderte von Millionären die sich ohne Maske alle im engen Kontakt lieb haben und Superspreader spielen. Brot und Spiele fürs blöde Volk. Unsere Kinder werden depressiv in der Einsamkeit und müssen hungern, aber Millionäre dürfen jede Woche zum spielen raus ...

Mario / Vor 8 Monaten

...ich hoffe es kommen genug Spendengelder für "La Resistencia Balear" zusammen um die Strafen zu bezahlen..... begrüßenswerter als eine Strafe, wäre eine Medaille für jeden Demonstranten.

Michael Düsseldorf / Vor 8 Monaten

Ach Majorcus :-)

Majorcus / Vor 8 Monaten

Bei Personen, die vorsätzliche "Gefährdung des Straßenverkehrs" verursachen, könnte die für den Betrieb eines gastronomischen Betriebes erforderliche Zuverlässigkeit möglicherweise nicht gegeben sein. Sollte sich ein "Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz" nachweisen lassen, wäre der Entzug der Gastro-Lizenz zwingend. Während bei der Demo der Friseure Regeln wie Abstand und Masken nahezu vorbildlich eingehalten wurden, scheint Hygiene bei zu vielen Wirten eher ein Fremdwort. Ob eher Friseure oder Wirte bei Lockerungen zuerst öffnen sollten?

markus / Vor 8 Monaten

Wegen des hohen Ansteckungsrisikos!!!! Und wer wird zur Verantwortung gezogen,wenn Kinder,nach dem sie Corona hatten und nach der 10 taegigen Quarantaene ungetestet wieder in die Schulen geschickt werden????

Silke / Vor 8 Monaten

Das ist doch mal eine Maßnahme. Richtig so! Gegen Demonstranten, die für ihr Recht kämpfen, hier hohe Bußgelder zu verhängen, ist das beste, was die Regierung machen kann... Ganz ehrlich, treibt eure Bürger nur vollends in den Ruin. Wenn das so weitergeht, dann möchte ich nicht wissen, was noch auf alles kommt. Bis jetzt sind die Demonstrationen doch friedlich...

Manfred Vogel / Vor 8 Monaten

Der Streik ist Berechtigt. Sollte man auch in Deutschland halten. Aber man muss sich an die "Normas" halten. Sonst können die Beteiligten zu Potenziellen Mördern werden.