Ausschreitungen in Palma: Festgenommene weinten im Polizeipräsidium

| Mallorca |
Festgenommener vor dem Polizeipräsidium in der Ballester-Straße in Palma.

Festgenommener vor dem Polizeipräsidium in der Ballester-Straße in Palma.

Foto: Ultima Hora

Die bei den Ausschreitungen in der Nacht zum Sonntag in Palma de Mallorca festgenommenen 16, meist jungen Männer haben zwei Nächte in den Zellen im Hauptquartier der Nationalpolizei verbringen müssen. Es habe sich meist um unter Drogen oder Alkoholeinfluss stehende Personen gehandelt, zitierte die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora Ermittlerkreise.

Weiterhin hieß es, dass die meisten die ganze Nacht über geweint oder sich übergeben hätten. Sie wurden am Montag einer Richterin vorgeführt und von dieser freigelassen. Bei ihrer Festnahme hatten sie ihre Gesichter verhüllt.

Bei den vorübergehend Festgenommenen handelt es sich um zwölf Spanier, einen Argentinier, einen Marokkaner und zwei Staatsangehörige der Dominikanischen Republik. Ihnen wird unter anderem Sachbeschädigung vorgeworfen.

Bei den Zusammenstößen nach dem offiziellen Ende des Alarmzustandes waren vier Polizisten verletzt worden. Etwas mehr als 200 Protestler waren auf der Plaça d'Espanya zusammengekommen. (it)

(aktualisiert um 16:27 Uhr)

Kommentar

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Hajo Hajo / Vor 4 Monaten

F-F@ Ansage = Wenn Gesetze, soziale Verhaltensregeln und Mitverantwortung schon von den Eltern nicht akzeptiert werden, muss man sich um deren Nachwuchs und dessen Zukunft nicht wundern. Oder der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum?

Ach ja. Als ehemaliger Betriebsrat, der an Personalentscheidungen gemäss BVG beteiligt war, kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand wie Sie als Bewerber in einer moderne Firma gemäß "Corporate Identity" eingestellt würde.

Freedomfighter / Vor 4 Monaten

Wenn sogenannte Rechtsspezialisten sich hier stark machen für Verfassungsbrüche und unverhältnismäßige Internierung von (jungen) Menschen, die sich ihre Freiheitsrechte nicht von einer selbstherrlichen Provinzregierung klauen lassen wollen, dann sagt das doch bereits alles über dieses PERSONAL aus. Außerdem haben sich die Bürger nur gegen die Polizeigewalt gewehrt. Im Zweifel für den Angeklagten! Mitläufer, Schleimer, Biedermänner, Neurotiker, feige Antidemokraten, Faschisten und Sozialisten - ihr werdet immer mehr! Traurig, traurig!

HajO Hajo / Vor 4 Monaten

dan@ Hören Sie mal zu. Schon mal was davon gehört? = "Die Eltern verdienen die Kinder die sie haben?" Oder der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum?

Deren Eltern gehören in einem Kursus über ihre Erziehungsfehler Fehler belehrt. Ausserdem tragen sie die volle Verantwortung für Minderjährige die dabei sind und dafür können sie zur Rechenschaft gezogen werden, wenn diese nicht strafmündig sind.

Ansage = Wenn Gesetze, soziale Verhaltensregeln und Mitverantwortung schon von den Eltern nicht akzeptiert werden, muss man sich um deren Nachwuchs und dessen Zukunft nicht wundern. Oder der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum?

bluelion / Vor 4 Monaten

@Dan. Das mit dem spanischen Recht ist nicht ganz so Ihr Ding, oder? Man kann nach einem Angriff auf Polizisten mit Flaschen und Steinen sehr wohl 48 Stunden und sogar länger festgehalten werden. Die Verhaftung in Spanien unterliegt einem Zeitlimit. Die spanische Verfassung bestimmt ausdrücklich, dass eine Inhaftierung nur die erforderliche Zeit beanspruchen darf, die für die Klärung des Sachverhaltes nötig ist. Diese Untersuchungen können sich aber nicht willkürlich verlängern und dürfen unter keinen Umständen einen Zeitrahmen von 72 Stunden überschreiten. Innerhalb dieser Frist muss der Inhaftierte entweder freigelassen oder dem Haftrichter vorgeführt worden sein. Genau das ist jetzt der Fall: zur Klärung des Sachverhalts sitzen die Personen ein. Wenn sie unter Alkohol- und Drogeneinfluß standen, müssen sie erst nüchtern werden, um eine ordnungsgemäße Untersuchung zu gewährleisten. Wo ist bitte da Gutdünken? Und was die Mißachtung von grundlegenden Rechte betrifft: da kümmern sich durchaus die Gerichte derzeit darum - und da ist sicherlich Ihre Expertise nicht gefragt, denn wie geschrieben, das spanische Recht ist echt nicht Ihr Ding...

dan / Vor 4 Monaten

@bluelion ... in welcher Welt wir leben? In einer demokratishcne Gesellschaft in der Rechte eingehalten werden, für alle. Bitte richtig lesen bevor wieder losgeblubbert wird. Man kann solche Gestalten festnehmen, aber nicht 48 Stunden in Gewahrsam halten. Wenn Sie der Meinung sind, Gesetze sollten nach Gutdünken angewendet werden, oder bei Taten die Sie nicht mögen ganz wegfallen, dann ist das problematisch. Woher wissen Sie denn, was überhaupt jeder einzelne angestellt hat? Sie haben Ihr "Wissen" aus einem Zeitungsartikel und schon ist Ihr Urteil fertig. Dann stört es Sie offensichtlich gar nicht, dass die Balearen Regierung grundlegende Rechte des spanischen Volkes selbstherrlich mißachtet. Oder interessiert Sie das sowieso nicht? Allerdings, würden Sie es mögen, 48 Stunden im Knast zu sitzen, vielleicht nur, weil Sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren und schon werden Sie als Straftäter beschimpft ?

bluelion / Vor 4 Monaten

@Dan + internaso. Da prügeln sich Jugendliche mit Polizisten, werfen mit Steinen und Flaschen, verletzen vorsätzlich Polizisten und Passanten - und ihr heult rum, daß die armen Demonstranten auch noch verhaftet und eingebuchtet werden? Geht's noch? In welcher Welt lebt ihr?

Carmen / Vor 4 Monaten

Diese Beispiele zeigen wie wichtig (leider) die nächtlichen Ausgangssperren (noch) sind.

dan / Vor 4 Monaten

Sie haben auch Grund zum Weinen. Denn nun werden sie dem Richter vorgeführt und dann aufgeknüßft, auf der Plaça d'Espanya, vor der johlende Masse.. Damit alle sehen, wie der Rechtstaat sich durchsetzt. Armengol wird die Urteile verlesen und ihr Tourismusministerchen persönlch die Trommel schlagen..... Ein erbärmliches Vorgehen und sorry was für ein übler Text. Ist dem Schreiben eigentlich nicht klar, was es bedeutet, Menschen einfach zwei Nächte und einen Tag ohne richterlichen Beschluß ins Gefängniss zu werfen? Was ist los hier auf Mallorca? Die Ministerpräsidentin schert sich einen Dreck um die Verfassung, Richter stimmen dabei zu, Bürger (auch betrunkene junge Männer gehören immer NOCH dazu ) die aufbegehren, werden drastisch bestraft (siehe hohe Geldstrafe für den "Rädelführer" der aufbegehrenden Gastonomen ). Und sicher finden sich viele "anständige Bürger" bereit all dem zu applaudieren. Die Geschichte läßt grüßen, von den Richtern der "Germanies" bis Franco. Gruselig.

internaso / Vor 4 Monaten

So ist das im Coronagefängnis! Bald gibt es auf den Balearen Coronainternierungslager. Bis der letzte Jugendliche, der letzte Arbeiter, der letzte Ladenbesitzer, der letzte Wirt und der letzte Hotelier verschwunden sind! Erhebt in Madrid irgend jemand Klage gegen diesen Verfassungsbruch auf den Balearen? Anscheinend sollen die Balearen zu einem europäischen Luxusdomizil für Polit- und Wirtschaftseliten umgebaut werden. Darum braucht man kein einfaches Volk mehr hier!