Mallorca wehrt Madrids Forderungen nach Maut-Gebühren ab

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Die Präsidentin des Inserates weist die Maut-Forderung der Regierung zurück.

Die Präsidentin des Inserates weist die Maut-Forderung der Regierung zurück.

Foto: Consell de Mallorca

In der vergangenen Woche hatte die spanische Zentralregierung angekündigt, ab dem Jahr 2024 Mautgebühren für Mallorcas Autobahn und Schnellstraßen erheben zu wollen. Die Präsidentin des Inserates, Catalina Cladera, hat diese Forderung der Regierung jetzt zurückgewiesen.

Cladera machte deutlich, dass es auf der ganzen Insel keine einzige Straße gäbe, die in staatlicher Hand sei. Alle Straßen würden entweder vom Inselrat oder direkt von den Gemeinden und Städten verwaltet. Deshalb werde es für keine Straße auf Mallorca eine Mautgebühr geben.

Die Forderungen der Zentralregierung nach Mautgebühren auf der Insel stehen im Zusammenhang mit den Corona-Hilfen der Europäischen Union, die Spanien erhalten soll. Es geht um 140 Millionen. Spanien bekommt neben Italien die üppigste Finanzspritze. Offenbar ist das Geld an Bedingungen geknüpft. Außerdem wolle die Zentralregierung mit den Maut-Gebühren Haushaltslöcher stopfen. (man)

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M / Vor 6 Monaten

Bequemichkeiten der Alten zu Lasten der Jungen - Individualeverkehr muss so schnell wie möglich durch ÖPNV abgelöst werden. Die Maut sollte das Doppelte der verursachten Umweltschäden kompensieren.