Das sind die aktuellen Coronazahlen auf Mallorca – 1.8.

| Palma, Mallorca |
Das Corona-Diagramm vom Sonntag, 1. August

Das Corona-Diagramm vom Sonntag, 1. August.

Foto: Balearen-Regierung

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Sonntag, 1. August, für die vergangenen 24 Stunden 538 Neuansteckungen mit dem Coronavirus nach Madrid gemeldet (Vortag: 771) -
363
für Mallorca (Vortag: 561),
31 für Menorca (Vortag: 37),
138 für Ibiza (Vortag: 164) und
6
für Formentera (Vortag: 9).

Es ist kein weiterer Todesfall zu beklagen. Die Gesamtzahl der Corona-Toten auf den Balearen beträgt seit Ausbruch der Pandemie damit 858.

Achtung: Die Balearen-Regierung hat die Bekanntgabe der täglichen Zahlen seit 13. Juli abgeändert. Im Vordergrund stehen jetzt die erfolgten Impfungen, die Darstellung der Daten rückt die Zahl der Ansteckungen in den Hintergrund. Was nicht mehr mitgeteilt wird, sind die Ansteckungen unter Senioren und Krankenhausmitarbeitern.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich auf den Balearen insgesamt 81.760 Menschen infiziert.

Die Corona-Ampel, erstellt vom balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten, zeigte die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern der Inseln am Samstag mit 31 Prozent an (Vortag: 31 Prozent). Die Ampel steht deshalb jetzt auf Gelb.

Die allgemeine Lage im balearischen Gesundheitswesen wurde als "exzellent" bezeichnet, die Corona-Ampel stand auf Grün.

In den Krankenhäusern der Balearen befanden sich am Sonntag 317 Corona-Patienten (Vortag: 302). Davon werden 55 auf den Intensivstationen betreut (Vortag: 58). (Zum Vergleich: Die Höchstzahl der dritten Welle hatte am 4. Februar dieses Jahres 140 Intensivpatienten betragen.) Die Auslastung der Intensivstationen beträgt 20 Prozent (Vortag 20).

Zum Hintergrund: Die Inseln verfügen über etwa 1000 Betten für Corona-Kranke und 200 Intensivbetten. Manche Personen, die momentan in Krankenhäusern liegen, befinden sich dort, weil sie zu Hause nicht isoliert werden können. Im vergangenen Jahr hatte die Höchstzahl aller Krankenhauseinlieferungen auf dem Höhepunkt der Corona-Krise am 4. April 2020 exakt 592 betragen.

Positivitätsrate:

Die sogenannte Positivitätsrate, das heißt der Prozentsatz der positiven Tests im Vergleich zu allen PCR-Tests, betrug nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums 10,84 Prozent (Vortag: 12,04 Prozent). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass dieser Indikator mindestens unter 5 Prozent bleiben sollte.

Auf sieben Tage hochgerechnet lag dieser Wert am Samstag bei 13 (Vortag: 13). Die Corona-Ampel stand auf Rot.

Impfbilanz:

Seit dem 27. Dezember 2020 werden in Spanien Menschen geimpft. Am Donnerstag waren landesweit 56,3 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, 66,6 Prozent hatten die erste Dosis erhalten. Die Balearen-Regierung bezifferte die geimpfte Bevölkerung auf den Inseln am Sonntag auf 62,8.

Die Corona-Ampel des balearischen Wirtschaftszirkels gab den Anteil der geimpften Bevölkerung auf den Inseln am Samstag mit 54,9 Prozent an; die Ampel steht seit 23. Juli auf Gelb, statt Rot.

In Deutschland lag die Zahl der vollständig Geimpften am Donnerstag bei 51,5 Prozent,
in Österreich am bei 57,18 Prozent und in
der Schweiz sowie Liechtenstein bei 47,88 Prozent.

7-Tage und 14-Tage-Inzidenz:

Die spanische Zentralregierung gab die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner für die Inseln am Freitag mit 388,80 (Vortag: 388,80) an. Die 14-Tage-Inzidenz lag bei 951,65 (Vortag: 951,65).

Spanienweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag 302,22 (Vortag: 315,09). Die 14-Tage-Inzidenz wurde mit 951,65 (Vortag: 696,31) angegeben.

Zum Vergleich: In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 16,5 (Vortag: 16,5).

Der balearische Wirtschaftszirkel gab die Sieben-Tage-Inzidenz für Samstag sogar mit 445 an (Vortag: 445) Fällen auf 100.000 Einwohner an. Die Ampel stand darum auf Rot. Die Angaben des Wirtschaftszirkels beruhen auf den Daten der balearischen Gesundheitsbehörde und sind in der Regel ein wenig höher als die Angaben des spanischen Ministeriums in Madrid.

Hintergrund: Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) legt für die Ausweisung von Corona-Risikogebieten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Obergrenze fest. Dieser Wert wurde auf den Balearen von Februar bis Ende Juni unterschritten. Seit 14. März 2021 galt Mallorca darum aus deutscher Sicht nicht mehr als Risikogebiet. Doch das hat sich seit dem 27. Juli wieder geändert: Die Bundesregierung stufte Mallorca und die Nachbarinseln wegen steigender Inzidenzzahlen erneut als Hochrisikogebiet ein.

Um die eigene Inzidenz nach unten zu bekommen, führte Deutschland im April eine sogenannte Bundesnotbremse ein. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 Fällen auf 100.000 Einwohner trat automatisch eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Auch andere Einschränkungen wie etwa bei privaten Treffen wurden dann wirksam. Inzwischen liegt die Inzidenz bundesweit bei unter 30.

Corona-Infektionsrate:

Nach Berechnungen des Wirtschaftskreises "Círculo de Economía de Mallorca" betrug die Infektionsrate am Samstag 1,03 (Vortag: 1,03). Die Corona-Ampel steht auf Gelb.

Die Infektionsrate ist ein Trendindikator, der die Anzahl der Personen schätzt, die jeweils von einer infizierten Person angesteckt werden. Ist die Infektionsrate größer als 1, breitet sich das Virus in der Region aus. Der Wert dieses Indikators kann von Tag zu Tag stark variieren und reagiert auch empfindlich auf wochenendbedingte Schwankungen.

Die Corona-Ampel wird täglich aus den Daten des balearischen und des spanischen Gesundheitsministeriums berechnet. Sie zeigt in den Farben Rot, Gelb und Grün die Infektionslage auf den Balearen an. Hier gelangen Sie zur Corona-Ampel.

Weitere Daten zur Corona-Lage auf Mallorca und den Nachbarinseln:

Die Zahl der Patienten, die auf Mallorca mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, lag am Freitag bei 205 (Vortag: 196). Auf den Intensivstationen befinden sich derzeit 43 Patienten (Vortag: 42). Insgesamt 9247 Personen (Vortag: 8600) werden in häuslicher Quarantäne versorgt.

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