Strand von Es Trenc geht bis zu 26 Meter zurück

| Palma, Mallorca |

Der Strand von Es-Trenc ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen.

Foto: T. Ayuga

Der Strand Es Trenc im Südosten von Mallorca ist in den vergangenen 65 Jahren um bis zu 26 Meter zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Forschungsinstitut Posbemed nun veröffentlicht hat. Es untersucht besonders, wie sich Strände in der Mittelmeerregion verändern und wird von der Europäischen Union unterstützt.

Von 1956 bis zum April 2021 verlor die Bucht ein hohes Volumen an Sand. Im Durchschnitt zog sich der Strand bis zu 13,5 Meter in Richtung Küste zurück. Der Höchstwert an einigen Stellen liegt bei 26 Metern.

Ob der Rückgang mit dem Klimawandel zusammenhängt, geht nicht aus der Studie hervor. Die höhere Temperatur in der Atmosphäre führt jedoch dazu, dass Eis an den Polen schmilzt und der Meeresspiegel ansteigt. So drohen Küstenregionen auf Mallorca in einigen Jahrzehnten dauerhaft unter Wasser zu stehen.

Gegen den Verlust des Sandes am Es-Trenc-Strand will das balearische Umweltministerium Sofortmaßnahmen einleiten. Der landschaftliche Reichtum des Naturparks Es Trenc-Salobrar de Campos soll erhalten bleiben.

Kommentar

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Olaf / Vor 28 Tage

@Hajo Hajo: Die Verbauung der Küste spielt an der Platja de Palma eine besondere Rolle, genauso wie in Cala Millor, Sa Coma oder Port de Alcudia. Auf Es Trenc trifft das nicht zu, dort gibt es immer noch das Hinterland mit den Dünen, ähnlich wie bei Arenal de sa Canova oder kleiner an der Cala Mesquida. Der Rückgang des Strandes von Es Trenc wird schon mit dem Anstieg des Meeresspiegels in Zusammenhang stehen, der aber lange nicht so stark ist, wie oft dargestellt.

Hajo Hajo / Vor 29 Tage

Olaf@ Hinweis. Bevor man den Tourismus z.B. an der Playa begann in den 70er Jahren auszubauen, reichten die Sanddünenn etwa soweit an die heutige Autobahn nördlich. Sh. Foto-Bücher aus der Zeit. Desgleichen auch in anderen Buchten auf der Insel. Die Frage ist also zu beantworten, welche Kräfte haben früher dafür gesorgt, dass der Sand soweit bis in Land getragen wurde und sind die Phänomene nicht immer wiederkehrend? Das Geschreibe darum also gegenstandlos ist?

Fazit = Die Kritiker und Ideologen begehen einen Generalfehler, sie denken in zu kurzen Zeiträumen und beachten keine Historie, obwohl es dazu jede Menge Fachwissen zum Studium gibt.

Allgemeiner Hinweis zu Sylt. Wenn man sich die Doku anschaut erfährt man, dass zwar auf der Westseite der Insel das Meer den Sand abträgt, aber auf der Leeseite wieder anschwemmt. Das sieht man auch auf den anderen Inseln im Watt aus der luft.

Hajo Hajo / Vor 29 Tage

Heinrich@ Und woher soll man den Sand aufspülen? Wenn man auf der einen Seite den Bootsfahrern das Anlenr in den Seegraswisen verbietet, wollen Sie also eine andere andere Art der Zerstörung einsetzen - Ja?

Was an der Nordsee übrigens passiert, ist die Zerstörung die Tausenden Windräder bei ihrem Bau und Verlegung der Kabel in an zu legenden Tausende Km Kabelgräben anrichten. Die gesamte Bodenfauna und Flora wird zerstört und die Bauschiffe fahren mit Schweröl. Wußtet Ihr auch wieder nicht, Gelle?

Ach ja, Seegraswiesen sind dort gar nicht vorhanden.

Jupiter / Vor 1 Monat

@Olaf..: Das will von den Klimagläubigen niemand hören.

Gustav / Vor 1 Monat

@Olaf - es ist kein direkter Sandabbau notwendig. Das erledigen die Strömungen im Mittelmeer. Aber guter Beitrag !

Olaf / Vor 1 Monat

@Gustav: Naja, Sandabbau vor den Balearen ist mir nicht bekannt, so dass das nicht zum Verlust der Sandstrände auf Mallorca führen kann. Der Meeresspiegelanstieg durch den Klimawandel wird allerdings überschätzt. Schließlich kommen wir seit 1850 aus der „Kleinen Eiszeit“, einer relativ kühlen Phase des Holozäns. Im römerzeitlichen Klimaoptimum war es beispielsweise 1 bis 1,5 °C wärmer als heute (siehe Wolf Dieter Blümel: 20000 Jahre Klimawandel und Kulturgeschichte – von der Eiszeit in die Gegenwart. von 2002, im Internet abrufbar). Der gegenwärtige Meeresspiegelanstieg wird für dieses Jahrhundert auf insgesamt 33 cm geschätzt, das sind etwa 0,3 cm im Jahr (siehe René M. van Westen, Henk A. Dijkstra: Ocean eddies strongly affect global mean sea-level projections. In: Science Advances, 9. April 2021). Geht man nun vom römerzeitlichen Klimaoptimum aus, so dürfte der Meeresspiegel damals höher als heute gelegen haben, übrigens auch im mittelalterlichen Wärmeoptimum, wo es 1,5 bis 2 °C wärmer war. War nun es Trenc zur Römerzeit und im Mittelalter nicht vorhanden? Schwierige Frage, da auch die Küstenerosion diesbezüglich eine Rolle spielt. Und bei anderen Inseln im Mittelmeer, wie Kreta, auch die seismische Aktivität. Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen ...

Vollinho / Vor 1 Monat

Gustav: Stimmt. Es ist ein seit langem bekanntes Problem. Gestern wurden schon wieder 1,5 Meter vom Es Trenc weggefahren. Feinste Sandqualität. Wer weiß wohin?

Heinrich / Vor 1 Monat

Auf Sylt werden jedes Jahr bis zu 2,4 Millionen Kubikmeter Sand aufgespült. Könnte man an der Es Trenc auch machen. Wenn man das Beispiel Wenningstedt nimmt, dann kostet das für diesen Strandabschnitt ca. 8,5 Mio. Euro. Und länger als dieser Strand ist die Es Trenc auch nicht. Das balearische Umweltministerium sollte mal in Westerland anrufen.......;-)

Gustav / Vor 1 Monat

Es war klar das sofort wieder das Stichwort "Klimawandel" auftauchen musste. Dabei ist das Weltweite verschwinden der Sandstrände ein seit langem bekanntes Problem. Auch die Ursache ist in vielen Beiträgen schon geklärt worden - der exzessive, unkontrollierte Sandabbau in den Meeren. So ist das verschwinden von ca. 150 Inseln im Indonesischen Raum eindeutig auf illegalen Sandabbau zurückzuführen. Ebenso das verschwinden der Strände in Teilen Marokkos. Endlose neue Studien bringen keine Lösung des bekannten Problems.....