Das Lokal "Gallego" verschenkte Essen an Bedürftige. Jetzt drohen hohe Bußgelder!

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Die Besitzerin einer Bar muss eine Strafe in Höhe von 3001 Euro zahlen, da sie 2021 gegen Corona-Bestimmungen verstoßen habe, als sich die Insel im Ausnahmezustand befand und das Hotelgewerbe weitestgehend außer Betrieb war.

Trotzdem hat Melissa Rodríguez in der Zeit vom 29. Januar bis März kostenlos warme Gerichte an Bedürftige in La Barriada und anderen Stadtteilen verteilt.

Das Rathaus von Palma hat diese sozialen Aktivitäten ohne finanziellen Gewinn bewilligt, wobei die Frewilligen hierfür Genehmigungen erhalten sollten.

Obwohl die Besitzerin der Bar diesen karitativen Aktivitäten bereits seit fünf Jahren nachging, erhielt sie erst am Donnerstag die Strafanzeige. “Abgesehen davon, dass es ungerecht ist, fühle ich mich von Alberto Jarabo (dem stellvertretenden Bürgermeister) hintergangen, denn hätte er mir das zuvor mitgeteilt, hätte ich nicht weitergemacht”, sagte sie.

Am Tag, als Melissa, ihre Mutter und ihr Koch damit begannen, täglich warmes Essen an Bedürftige zu verteilen, wurden sie von der Lokalpolizei aufgesucht.

¨Die Nachbarn gingen aufgrund der langen Schlangen vor dem Lokal davon aus, dass wir uns mit dem Verkauf des Essens bereichern würden und riefen daraufhin die Polizei. Als die Beamten kamen, stellten sie fest, dass wir lediglich kostenlose Essenspakete verteilten”, erklärte Melissa Rodríguez.

Die Bar Gallego konnte über 200 Menschen in Not helfen, wobei auch zahlreiche Bürger an dieser Aktion beteiligt waren. Die Gastronomin möchte Widerspruch einlegen, da sie die Strafe für äußerst ungerecht hält.