Nach dem Ausstand nimmt die Müllabfuhr in Alcúdia und Sa Pobla ihre Arbeit wieder auf. | Lola Olmo

Nach einer Marathonsitzung am gestrigen Freitag wird in Alcúdia und Sa Pobla im Norden Mallorcas der Müll wieder abtransportiert. In beiden Gemeinden hatte die Müllabfuhr fünf Tage lang wegen prekärer Arbeitsbedingungen gestreikt.

Die Aufräumarbeiten begannen noch am Freitagabend. Allerdings wird es mehrere Tage dauern, bis sich die Situation wieder normalisiert hat.

In langen Verhandlungen, die bis 22 Uhr dauerten, hatten sich Gewerkschaften und Gemeindevertreter auf einen gemeinsamen Fahrplan geeinigt, um den Ausstand der Müllleute zu beenden. In die Verhandlungen hatte sich zwischenzeitlich auch der Arbeits- Und Tourismusminister der Balearen, Iago Negueruela, eingeschaltet.

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Die Einigung sieht vor, dass die Arbeitsaufsichtsbehörde die Einhaltung der Vorschriften zur Verhütung von Arbeitsrisiken und zum Gesundheitsschutz bei der Müllabfuhr überprüfen wird. Das bestreikte Entsorgungsunternehmen FCC Lumsa erklärte sich zudem bereit, drei Lastwagen, die sich im schlechtesten Zustand befinden, auf dem Betriebshof stehen zu lassen, und weitere Lkw am Montag von einem Ingenieur überprüfen zu lassen.

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass der Betrag, der fünf Streiktagen entspricht, nicht vom Gehalt der Arbeitnehmer abgezogen wird. Zudem wollen beide Gemeinden einen neuen Anforderungskatalog für die Abfallentsorgung verabschieden.

Die durch den Streik entstandenen unappetitlichen Verhältnisse hatten unter Hoteliers, Gastronomen und Geschäftsleuten Verärgerung hervorgerufen, weil sie Stornierungen von Besuchern befürchteten.