So sieht es auf dem Deck der "USS Harry S. Truman" aus. | M .A. Cañellas

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Seit drei Tagen liegt der US-Flugzeugträger "USS Harry S. Truman" – benannt nach dem 33. Präsidenten der USA – vor Palma de Mallorca. Tag für Tag stehen Menschen staunend an der Uferpromenade, blicken hinaus aufs Meer und schießen Fotos von dem stählernen Ungetüm. Vor allem abends und nachts wundern sich viele, warum an dem Schiff eine leuchtende "75" prangt. Das ist relativ schnell erklärt. Die Truman ist eines von zehn Schiffen der Nimitz-Klasse. Diese sind durchnummeriert, von der "USS Nimitz" mit der Ordnungsnummer 68 bis zur "USS George H. W. Bush" mit der Nummer 77. Auf die Truman entfiel die 75. Sie ist damit der 75. Flugzeugträger in der Geschichte der US Navy.

Sie ist damit der achte Flugzeugträger der Klasse der US Navy und wie alle anderen auch nukleargetrieben. Das Typschiff USS Nimitz, die erste Einheit der Klasse, wurde 1975 in Dienst gestellt, die zehnte und letzte Anfang 2009. Mit einer Verdrängung von rund 101.600 Tonnen waren die Träger bis zur Indienststellung der Gerald-R.-Ford-Klasse 2017 die größten Kriegsschiffe der Welt.

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Sie können bis zu 90 Flugzeuge tragen und sind weltweit nahezu unbegrenzt einsetzbar, lediglich Kerosin- und Lebensmittelvorräte müssen regelmäßig aufgefüllt werden. Der Bau eines Schiffs der Nimitz-Klasse kostet über sechs Milliarden US-Dollar und dauert rund fünf Jahre.

Die zehn Schiffe der Nimitz-Klasse bildeten bis zur Indienststellung der USS Gerald R. Ford 2017 die gesamte US-amerikanische Flugzeugträgerflotte und gelten als Rückgrat der US-Streitkräfte für Kampfhandlungen wie beispielsweise im Zweiten Golfkrieg, im Irakkrieg oder der anschließenden Besetzung des Iraks bis 2011. Neben der Unterstützung militärischer Operationen werden die Flugzeugträger auch eingesetzt, um durch die bloße Präsenz eine Drohkulisse aufzubauen.

Die "USS Harry S. Truman" liegt seit Freitag vor der Insel und macht hier noch bis Dienstag halt. Der Stopp bildet das Ende eines 9-monatigen Auslandseinsatzes, unter anderem wegen des Ukraine-Konflikts.