Der betroffene Abschnitt der Calle Joan Bauzá ist bekannt für seine heruntergekommenen Nachtclubs. | Julio Bastida

Mit einem Großaufgebot ist am Mittwochvormittag die Nationalpolizei in Palmas Stadtviertel Pere Garau angerückt. Nach Darstellung von MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" hatten sich in einem Haus in der Calle Joan Bauzá 4 mehrere junge Männer versteckt, die unter dringendem Verdacht stehen, kurz zuvor einen Passanten tätlich angegriffen und mit einem Messer verletzt zu haben. Bei der Razzia, zu dessen Zweck die Behörden den Straßenabschnitt weiträumig sperrten, nahmen die Beamten zwei Männer fest.

Seinen Ausgang hatte der Zwischenfall am nahegelegenen Parc de Ses Estacions. Gegen acht Uhr hatte sich das spätere Opfer dort an einer Haltestelle aufgehalten. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge sah sich der Mann plötzlich von "mehreren jungen Männern" umzingelt, einer aus der Gruppe schlug dann unvermittelt auf sein Opfer ein. Als dieses sich zur Wehr setzte, zückte ein anderes Mitglied der Bande offenbar ein Messer und stach auf den Mann ein. Im nächsten Moment ergriffen die jungen Männer die Flucht und rannten in Richtung des Stadtteils Pere Garau.

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Als die Angreifer bemerkten, dass ihr Opfer ihnen folgte, sprachen sie nach dessen Schilderung Morddrohungen gegen dieses aus. Der angegriffene Mann sah sich daraufhin gezwungen, in einer Bar Zuflucht zu suchen und von dort die Polizei zu benachrichtigen. Unterdessen beobachten Augenzeugen, wie sich die mutmaßlichen Täter in dem Gebäude in der Calle Joan Bauzá 4 versteckten. Minuten später riegelten Beamte der Nationalpolizei den betreffenden Straßenabschnitt ab und bereiteten den Zugriff vor. Sobald der richterliche Durchsuchungsbefehl vorlag, stürmte die Polizei das Haus.

Das Opfer des mutmaßlichen Überfalls kam nach Medienberichten mit einer Schnittwunde an der Hand davon. Ein Notarzt behandelte die Verletzung noch nahe dem Tatort auf der Straße.