Anheimelnd sieht es auf der Plaça d'Espanya nicht aus.

Der zentralste Platz von Palma de Mallorca, die Plaça d'Espanya, gibt derzeit ein bedenkliches Bild ab. Weil er gerade umgegraben und umgebaut wird, befinden sich dort sehr lange Zäune, die tiefe Gruben begrenzen und die Gastwirte der Gegend zur Weißglut treiben. Hinzu kommt Baumaterial und -schutt. Das allgemeine Unwohlsein dort dürfte noch durch die Tatsache verstärkt werden, dass unlängst mit Asbest konstruierte Rohre gefunden wurden.

Diese fachgerecht zu entfernen, wird laut der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" vom Donnerstag viel Zeit in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass sich die Bauarbeiten – wie die Stadtregierung inzwischen bestätigt hat – in die Länge ziehen. Allgemein wird damit gerechnet, dass man dort auch im Sommer des kommenden Jahres zugange sein dürfte. Ursprünglich sollte die neue Plaça d'Espanya zu Beginn des kommenden Jahres eingeweiht werden.

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Das unschöne Umfeld führt dazu, dass viele potenzielle Restaurantgäste Gastbetriebe dort meiden. Die Betreiber der traditionsreichen Bar Cristal äußerten sich entsprechend verärgert gegenüber "Ultima Hora". Der Stadtverwaltung seien die Wirte völlig egal, sagte der Mitbetreiber Rubén Fernández dem Blatt. Seit dem Beginn der Bauarbeiten habe man 50 Prozent der Einnahmen eingebüßt. Hinzu komme, dass man sogar Tische und Stühle von der Terrasse entfernen müsse, weil ein neuer Weg angelegt werde.

Die Plaça d'Espanya ist der neuralgischste Punkt der Stadt, wo zahllose Touristen und Einheimische zusammenkommen. Die Schieferplatten dort waren in die Jahre gekommen und bei Regenwetter ausgesprochen rutschig, jetzt soll alles freundlicher werden. Dort befindet sich der Bus- und Zugbahnhof Estación Intermodal. Von dort aus kommt man auch in EMT-Stadtbussen fast überall hin in Palma.