An ihrem letzten Arbeitstag der Saison konnten die Rettungsschwimmer an Palmas Stadtstrand mehrere deutsche Urlauber vor dem Ertrinken retten. | N. D. | PALMA

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Am Dienstagnachmittag haben sich am Stadtstrand von Palma de Mallorca dramatische Szenen ereignet. Wie MM von einem Rettungsschwimmer erfahren hat, passierte das Badeunglück am Strand Can Pere Antoni um 16 Uhr. Dabei mussten mehrere deutsche Urlauber aus dem Wasser gezogen werden. Zuerst waren drei Kinder in eine Strömung geraten und konnten sich selbst nicht aus dem Wasser retten. Konkret handelte es sich um zwei Jungen und ein Mädchen, die im Alter von acht bis elf Jahren sind. Die Eltern gerieten in Panik und versuchten, ihre Kinder zu retten. Sie sprangen voll bekleidet ins Wasser, wurden aber ebenfalls von dem Strudel erfasst.

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Einer der Väter ging ins Wasser, um die Kinder zu retten, konnte aber selber nicht schwimmen. Die Rettungsschwimmer konnten alle Beteiligten unversehrt retten: "Den Kindern geht es gut, alle kamen zum Glück mit dem Schrecken davon", sagte Rettungsschwimmer Julián Delgado Papis gegenüber MM. Keiner von ihnen hatte viel Wasser geschluckt, die bereitstehenden Sauerstoffgeräte kamen nicht zum Einsatz. Die deutschen Urlauber hatten Glück im Unglück: Denn der gestrige Dienstag, 31. Oktober, ist für die Rettungsschwimmer an Palmas Stränden der letzte Arbeitstag gewesen. Ihre Arbeitssaison ist nun zu Ende.

Aufgrund der windigen Wetterlage ist das Meer aufgewühlt gewesen. Deshalb war zum Zeitpunkt des Unglücks die gelbe Flagge am Strand von Can Pere Antoni gehisst. Diese bedeutet zwar kein Badeverbot, ruft die Badegäste aber zu besonderer Vorsicht auf. In diesen Tagen gilt auf Mallorca eine Wetterwarnung des staatlichen Wetterdienstes vor hohem Wellengang und Windböen. Am Freitag, 3. November, gelten die Warnstufen Gelb und Orange auf Mallorca. Immer wieder kommt es vor, dass Schwimmer sich überschätzen, die Lage falsch einschätzen und in Notsituationen geraten.