Unter anderem ermitteln die spanische Mordkommission in dem Fall des verunglückten deutschen Touristen an der Playa de Palma. | R.S.

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In dem Fall des deutschen Urlaubers, der am Dienstagmorgen an der Playa de Palma tädlich verunglückt ist, haben die Ermittlungen neue aufschlussreiche Details ans Licht gebracht. Demnach soll der 23-Jährige nach einer Nacht, in der er sehr viel Alkohol konsumiert hatte, in halbnackt an seinem Hotel an der Playa angekommen sein.

Daraufhin wollte der Urlauber, wie die mallorquinische Lokalpresse berichtete, über das Dach des Hotels in sein Apartment klettern, da er offenbar den Schlüssel zu seinem Zimmer verloren hatte. Als er am vierten Stock angekommen war, ging ihm die Kraft aus, sodass er seinen Griff lockerte und aus zwölf Metern Höhe zu Boden fiel. Der junge Mann war auf der Stelle tot.

Der Pfeil auf dem Foto zeigt die Höhe des Sturzes. (Foto: UH)
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Das Opfer war erst am Tag zuvor mit einer Gruppe von Freunden auf der Insel angekommen. Letztere werden auch von den Ermittlern befragt, um die letzten Stunden vor dem tragischen Vorfall zu rekonstruieren. Nach dem derzeitigen Stand der Untersuchungen war der Partytourist alleine und ohne Begleitung zum Hotel zurückgekehrt.

Auch die Mordkommission der Nationalpolizei ermittelt in dem Fall und befragt weitere Zeugen und Hotelgäste. Es soll geklärt werden, ob weitere Personen in den Vorfall involviert sein könnten, oder es sich um einen selbst verschuldeten Unfalltod handelt – vieles spricht nach dem jetzigen Kenntnisstand für die letztere Variante. Zudem werden die Überwachungskameras des Hotels und der Umgebung ausgewertet. Spanischsprachigen Medien zufolge handelt es sich um den ersten Fall eines tödlichen Sturzes in einem Hotel in der neuen Tourismus-Saison 2024.

In den Partyhochburgen an der Playa de Palma und in Magaluf gibt es immer wieder Fälle, in denen sich Exzesstouristen durch "Balconing" in Lebensgefahr bringen. Vor allem in Magaluf im Südwesten der Insel ist dieser gefährliche Trend des Balkonkletterns bei britischen Sauftouristen hoch im Kurs, hier gab es im vergangenen Jahr zahlreiche Todesfälle.