Das Archivfoto zeigt einen afrikanischen Straßenhändler am Strand der Playa de Palma. | Julián Aguirre

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Das Rathaus von Palma will den illegalen Straßenhändlern Lesen und Schreiben beibringen sowie ihnen alternative Arbeitsmöglichkeiten nahebringen. Das Gleichstellungsdezernat der Stadt beruft sich auf eine Studie der Caritas. Danach ist mit 46 Prozent nahezu jeder zweite illegale Straßenhändler ein Analphabet. Die jungen Männer stammen zumeist aus dem Senegal, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Montag.

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Weiter ergab die Caritas-Studie, dass 68 Prozent der Straßenhändler – ihre genaue Anzahl wurde vom Dezernat nicht genannt – sich irregulär in Spanien aufhielten, da es ihnen nicht möglich war, Aufenthaltsgenehmigungen zu beantragen oder zu erlangen. 90 Prozent besitzen den Angaben zufolge einen Reisepass, in zehn Prozent der Fälle sei er nicht mehr gültig.

Das städtische Dezernat will nun versuchen, die Menschen in Zusammenarbeit mit anderen Behörden aus der Illegalität herauszuführen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Aus diesem Grunde wolle man auch mit den religiösen Führern der Senegalesen Kontakt aufnehmen. Die meisten Männer seien Mitglieder von gläubigen Bruderschaften, die sich gegenseitig unterstützten.