Spaniens Ministerpräsident Sánchez. | Moncloa-Palast

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Die spanische Regierung hat angesichts der um sich greifenden Coronavirus-Krise im ganzen Land den Alarmzustand ausgerufen. Ministerpräsident Pedro Sánchez (Sozialisten) machte diese Ankündigung am Freitagnachmittag. 15 Tage lang soll ab Samstag, 14. März, der Alarmzustand im Land gelten. Sánchez sagte, Spanien stünden "sehr schwere Wochen" bevor. Es gehe darum, zusammen den Virus zu besiegen.

Sánchez schloss nicht aus, dass in Spanien bereits in der kommenden Woche die Zahl von 10.000 Fällen erreicht werden könnte.

Er ermöglicht es der Regierung, die Bewegungsfreiheit der Bürger einzuschränken, aber nicht deren Grundrechte. Es kann zu bestimmten Uhrzeiten an bestimmten Stellen verboten sein, Autos zu benutzen. Mit Durchsuchungen durch Polizisten muss jederzeit gerechnet werden. Auch können Fabriken und Geschäfte zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung von Sicherheitskräften besetzt werden. Der Alarmzustand macht es möglich, Lebensmittel zu rationieren.

Verboten ist den Sicherheitskräften aber weiterhin, in Privatwohnungen einzudringen.

Während der Demokratiezeit in Spanien war der Alarmzustand bislang nur einmal ausgerufen worde, und zwar im Jahr 2010, als Fluglotsen gestreikt hatten.