Immobilienbesitzer: Palma reagiert zurückhaltend auf Ábalos-Vorschlag

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Das Consolat de Mar in Palma, der Sitz der Regionalregierung.

Das Consolat de Mar in Palma, der Sitz der Regionalregierung.

Foto: Ultima Hora

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat zurückhaltend auf die Äußerung des spanischen Transportministers José Luis Ábalos reagiert, deutschen Immobilienbesitzern ohne Erstwohnsitz bei ihrem Wunsch, ihre Wohnungen und Häuser zu besuchen, entgegenzukommen.

Man gehe davon aus, dass der Politiker die Zeit nach dem Alarmzustand meine, verlautete aus der Landesregierung. Dann könne man langsam über mehr Bewegungsfreiheit und die Einrichtung sicherer Flugrouten zwischen einzelnen Staaten reden. Es müsse schließlich sichergestellt werden, dass diejenigen, die Mallorca erreichen, frei vom Coronavirus sind. Der Flughafen dürfe zuallerletzt geöffnet werden.

Die Sprecherin der linksregionalistischen Partei Mes, die an der Regional-Regierung beteiligt ist, äußerte sich direkter: Der Vorschlag von Ábalos sei "klassistisch", das Recht, Mallorca zu besuchen, könne man nicht kaufen, sagte Neus Truyol.

Die Briefe mehrerer deutscher Immobilienbesitzer auf Mallorca an Ministerpräsidentin Francina Armengol hatten zu unterschiedlichen Reaktionen geführt. Moniert wurde unter anderem ein nicht angemessener Tonfall. (it)

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Pascal / Vor 1 Monat

Dieser Wisch ist echt der Gipfel. Wie kann man nur so eine Arroganz an den Tag legen. Und wenn ich dann Kommentare lese in denen über eine Saison ab Juni philosophiert wird fasse ich mir nur noch an den Kopf. In Spanien herrscht derzeit eine Ausgangssperre. Diese ist nicht mit dem "Wischi Waschi" -Kontaktverbot in Deutschland zu vergleichen. Wie soll in 4 Wochen der Übergang zu einer Öffnung für den Tourismus aussehen? Die Menschen in Spanien können froh sein, wenn Sie im Juni zumindest mal wieder spazieren gehen können. Einfach mal bitte 5 Minuten Zeit nehmen um darüber wirklich nachzudenken. Es wurde außerdem bereits zig mal erwähnt, dass die Flughäfen und Häfen als aller letztes geöffnet werden. - Kurz sacken lassen - Ich betone noch einmal als aller letztes! Meiner Meinung nach kann man die aller letzten Maßnahmen aufheben, wenn die Krise überstanden ist. Um die Krise zu überstehen brauchen wir einen Impfstoff und eine Vielzahl an geimpften Menschen. Alles andere macht doch gar kein Sinn, da wir uns die Maßnahmen dann auch gleich hätten sparen können. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt ihr also dieses Jahr gar nicht mehr auf die Insel. Wenn ich mich irre, bin ich der erste der sich freut, da auch ich Familie auf der Insel habe und lieber heute als morgen verreisen würde. Das Leben ist jedoch kein Wunschkonzert und daran wird auch dieser lächerliche Brief nichts ändern. Ganz nebenbei ist es auch in Deutschland derzeit nicht gestattet zu seinem Zweitwohnsitz z.B. in Schleswig Holstein zu fahren.

Majorcus / Vor 1 Monat

"Frage nicht, was deine Gesellschaft für dich, sondern was du für deine Gesellschaft tun kannst." Frei nach J. F. Kennedy i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Art. 14 Abs. 2 GG Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

dasdasein / Vor 1 Monat

Dieser Brief wird vermutlich ohnehin das Gegenteil seines angedachten Zweckes erreichen.

Michael / Vor 1 Monat

Das ist doch verkehrte Welt: Minister Abalós geht wie Österreichs Kanzler Sebastian Kurz auf die Deutschen zu und will bald die Grenzen öffnen. Gleichzeitig wehren sich die Balearen, die dringend darauf angewiesen wären. Kommt die Saison im Juni halbwegs in Gang, bleibt es vielleicht bei 15 Prozent Rezession und einem blauen Auge mit V-förmiger Erholung. Dauert es bis August, können es über 30 Prozent werden, und die Zustände werden ein bisschen so wie in Lateinamerika. Dank an Herrn Becker, der mit seinem Brief etwas bewirkt zu haben scheint, auch wenn der Ton etwas scharf war. Noch eine sprachliche Anmerkung: Das Wort "klassistisch" steht nicht im Duden, wäre vielleicht auch leicht mit "klassizistisch" zu verwechseln. Es müsste m.E. mit "Klassendünkel" oder so ähnlich übersetzt werden. Gruß von einem Mallorca-Fan und Oberlehrer :-)

ANNA / Vor 1 Monat

es waere sicherlich nicht korrekt, wenn man wegen der "ach so guten" beziehungen zu deutschland den einzelnen moechtegernreichen auch noch entgegen kommen wuerde, denn eins ist sicher.............die leben nicht hier, weil sie ihr geld auf Mallorca verteilen wollen, sondern weil sie ganz uneigenuetzig ein stueck kuchen geniessen, den sich nicht viele leisten koennen...…......und keine sorge...…..die werden immer ein teil dieser insel sein, auch wenn sie gerade die "beleidigte leberwurst" spielen und von "grundrechten" labern

KenO / Vor 1 Monat

"...das Recht, Mallorca zu besuchen, könne man nicht kaufen..." Stimmt, denn das Recht ist für Spanier verbrieft in der spanischen Verfassung und für Ausländer u.a. im Schengener Abkommen zugesichert, aber da man nicht rüberschwimmen kann, muss man sich genaugenommen schon etwas kaufen um auf die Insel zu kommen, nämlich ein Ticket. Und wenn es schon ums Geld geht, liebe Linke, schreit bitte nicht hinterher wieder nach finanziellen Transferleistungen, die dann andere aus fernen Ländern zwangsweise erbringen sollen, weil ihr nicht richtig wirtschaften könnt, das ist einfach nur unredlich...

Robert / Vor 1 Monat

Es versteht sich doch von selbst, dass eine Nutzung von Ferienhäusern durch die Eigentumer nicht als Sonderregelung-für alle, nicht nur für Deutsche-während des Alarmzustandes und der Ausgangssperre, die auch den Mallorquinern nicht den Weg zu Ihren Zweitwohnungen erlaubt, nicht erlaubt werden kann. Erst nach Beendigung des Alarmzustandes und Aufhebung der Ausgangssperre sollte dies aber bei entsprechenden Sicherheitsmassnahmen möglich sein, und zwar nicht nur für Spanier, sondern auch für andere EU Bürger im Rahmen der Freizügigkeit. Ungeschickt ist sicher der Ton gegenüber einer sozialistischen Balearenregierung, die obengenannte Einstellung umgekehrt allerdings auch. Zu Bedenken ist, dass im Gegensatz zu geöffneten Hotels mit Menschenansammlungen das Risiko von Corona bei Nutzung eines Zweitwohnsitzes sehr gering ist, da es sich in der Regel um die gleichen Leute handelt, die auch zu Hause in einer Wohngemeinschaft leben. Auch deshalb bietet sich für diesen Personenkreis ein Zugang vor den allgemeinen Hoteltouristen an und wäre eine kleine Öffnung auch für die Wirtschaft, da hier normalerweise die Kaufkraft grösser ist und auch dienstbare Geister wie Gärtner, Handwerker für fällige Reparaturen etc. benötigt werden. Wer in der momentanen Situation nach Mallorca will, hat wohl keine Ahnung, was A U S G A N G S S P E R R E dort wirklich bedeutet - da leben wir hier in Deutschland wie im Paradies - bei allem Gejammere über die Einschränkung der sogenannten " persönlichen Freiheit"