Nicht nur in Palma ist der Wohnraum knapp. | Ultima Hora

Nicht nur auf Mallorca wird der Wohnraum für Normalverdiener immer teurer. So schränkte die kanadische Regierung jetzt den Kauf von Immobilien durch Ausländer weitgehend ein, um die sich seit Jahren nach oben drehende Preisschraube von Wohnungen und Häusern zum Stillstand zu bringen.

Die seit Sonntag in Kanada greifende Regelung könnte die derzeit laufende Diskussion auf den Balearen über eine ähnliche Maßnahme verschärfen. So kündigte die Landesregierung bereits vor einigen Wochen, die gesetzlichen Möglichkeiten zu überprüfen, mit denen eine Immobilienkaufeinschränkung für Personen ohne dauerhaften Aufenthalt auf den Inseln umgesetzt werden könnte.

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Balearen-Vizepräsident Juan Pedro Yllanes erklärte am Mittwoch, dass die Landesregierung "Druck" auf die Zentralregierung ausüben sollte, um Verhandlungen mit der Europäischen Union aufzunehmen, damit die Balearen den Erwerb von Immobilien durch Ausländer, ähnlich wie Kanada, begrenzen können. Dieses Thema solle "im nächsten Regierungsrat behandelt werden".

Außerdem kündigte Yllanes die Aufnahme von Verhandlungen mit den europäischen Institutionen an, um mögliche Rechtsgrundlagen zu prüfen, die das Wohnungsproblem lösen. Der Vize-Landesministerpräsident wies allerdings darauf hin, dass es sich hierbei um ein sehr komplexes Thema handle, da es im direkten Zusammenhang mit dem in der europäischen Verfassung fest verankerten Recht auf Freizügigkeit von Personen innerhalb der EU stehe. Dennoch: Für ihn sei die Entscheidung Kanadas, den Erwerb von Wohnungen durch Ausländer drastisch einzuschränken, "ein Beispiel, dem man folgen sollte".