Real Mallorca: 1000 Tage unter Robert Sarver

| | Palma, Mallorca |
Robert Sarver verfolgt mit Real Mallorca ein langfristiges Projekt.

Robert Sarver verfolgt mit Real Mallorca ein langfristiges Projekt.

Foto: Joan Torres

Seit dem 5. Januar 2016 werden die Schicksalsfragen von Real Mallorca in den USA beantwortet. Damals kaufte die Gruppe um Multimillionär Robert Sarver die Aktienmehrheit an dem Club.

Da die Zeit jetzt fast 1000 Tage andauert, zieht die Zeitung Ultima Hora eine Zwischenbilanz der "Ära Sarver", in der bis jetzt mehr Schatten als Licht für die Inselkicker zu verzeichnen war.

Es begann mit einem Paukenschlag: Der Deutsche Utz Claassen gab am 5. Januar 2016 die Macht ab und verkaufte die Mehrheit der Anteile an Sarver und seine Partner, denen auch der NBA-Basketballclub Phoenix Suns gehört. Als Ziel wurde ausgegeben, dass der damalige Zweitligist Real innerhalb von drei Spielzeiten den Wiederaufstieg in die Primera División schaffen soll. Wenn es in der aktuellen Saison optimal läuft, dann kann der Plan immer noch aufgehen. Zunächst folgte aber 2017 der Abstieg in die dritte Liga und im Anschluss die sofortige Rückkehr in Liga zwei.

Sarver & Co. haben reichlich Geld in die Hand genommen. Bisher investierten sie rund 32 Millionen Euro.

Ausgegeben wurde das Geld unter anderem für Spieler. In den bisher zweieinhalb Jahren der "Ära Sarver" wurden mehr als 50 Profis gekauft.

Fünf Trainer hatten das Ziel, den sportlichen Erfolg zu bringen: Pepe Gálvez, Fernando Vázquez, Javier Olaizola, Sergi Barjuán und seit Mitte 2017 Vicente Moreno, mit dem der direkte Wiederaufstieg in die zweite Liga gelang.

Unter Robert Sarver "dienten" drei Präsidenten: Utz Claassen verkaufte zwar seine Aktien, behielt das repräsentative Amt zunächst aber bei. Auf ihn folgte Monti Galmés, der nach dem Abstieg 2017 seinen Hut nahm. Galmés wurde beerbt von Ex-Tennisprofi Andy Kohlberg, der zum Investorenkreis gehört.

Dass Real Mallorca aus den USA "fremdbestimmt" wird, gefällt vielen Fans bis heute nicht. Eines aber stimmt sie positiv: Seitens der Amerikaner wird immer wieder betont, dass man mit Rückschlägen leben kann, weil es sich um ein langfristiges Projekt handelt. Und bis jetzt gibt es keinen Grund, an den Worten von Sarver & Co. zu zweifeln.

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