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Der Olivenöl-Boom auf Mallorca dauert an: Innerhalb von nur wenigen Tagen sind im Osten der Insel Anfang November gleich zwei neue Mühlen in Betrieb gegangen. Zum einen handelt es sich um die Anlage der Finca Son Mesquidassa zwischen Felanitx und Porreres, zum anderen um die Mühle des bekannten Olivenölherstellers Aubocassa im Camí Son Fangos bei Manacor.

Dort wurde eine spanienweit bisher einmalige Maschinerie angeschafft, die über einen Wärmetauscher verfügt, damit das Öl möglichst schonend und schnell gepresst werden kann. Ziel von Inhaber Mario Rotllant ist es, bei der Herstellung weder Aroma noch gesundheitsförderliche Oxidantien einzubüßen.

Die Unternehmerfamilie aus Barcelona verfügt neben dem Olivenanbau auf Mallorca übrigens auch über zwei Bodegas in den Anbaugebieten Ribera del Duero und La Rioja. Mit der Einweihung der eigenen Ölmühle ist ein weiterer Meilenstein erreicht, da die Ernte der 24 Hektar großen Finca mit 7380 Olivenbäumen der Sorte Arbequina jetzt nicht mehr bei Fremdfirmen ausgepresst werden muss.

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Lautet das Motto bei Aubocassa "klein, aber fein", so setzt man auf der Finca Son Mesquidassa auch auf Masse. Auf 100 Hektar Fläche erstreckt sich bei Felanitx eine neu angepflanzte Olivenplantage mit 150.000 Bäumen verschiedener Varianten. Der mallorquinische Unternehmer Cristóbal Rosselló will dort ab 2016 eine Million Kilo Oliven pro Jahr ernten, was voraussichtlich eine durchschnittliche Ausbeute von 180.000 Litern kaltgepresstem Olivenöl der Kategorie "Virgen" und "Virgen Extra" ergeben wird.

Laut Betriebsleiter Simò Adrover legt man größten Wert darauf, dass bei der Pressung keinesfalls die Temperatur von 28 Grad überschritten wird. Stündlich kann die neue Anlage 8000 Kilo Oliven aufnehmen, wobei die Kerne zu Biomasse verarbeitet werden und Energie für den Verarbeitungsprozess liefern.

Zur Betreiberfirma Conservas Rosselló gehören die Marken Balle und Rosselló. In das Projekt wurden mitsamt der Ölpresse rund vier Millionen Euro investiert. (mic)