Schlafplätze auf Mallorca werden zur Handelsware

| | Palma de Mallorca |
Lizenzen für Gästebetten sind auf Mallorca eine gefragte Ware.

Lizenzen für Gästebetten sind auf Mallorca eine gefragte Ware.

Foto: Ultima Hora

Die Details zum behördlichen Prozedere bei der Ferienvermietung auf Mallorca kristallisieren sich weiter heraus. Neueste Details aus dem balearischen Tourismusministerium: Wer in der Gästebettenbörse Schlafplätze erwirbt, darf diese dann später in Eigenregie weiterverkaufen, wenn er sie nicht mehr benötigt.

Aber der Reihe nach: Wer auf Mallorca ein Hotel eröffnen oder touristische Ferienvermietung betreiben möchte, muss neben dem Einholen zahlreicher Genehmigungen auch Schlafplätze in der balearischen Gästebettenbörse erwerben. Dort sind vom Gesetzgeber 10.000 Betten für Hotels sowie 20.000 für die Ferienvermietung vorgesehen. Ist dieser Bestand einmal aufgebraucht, dann können Interessierte künftig ihre Schlafplätze von den Eigentümern erwerben. Oder andersherum: Eigentümer können ihre Schlafplätze, sobald sie keine Ferienvermietung mehr betreiben möchten, weiterveräußern. Das geht aber erst dann, wenn die Gästebettenbörse über keine Schlafplätze mehr verfügt, liegt also noch in weiter Ferne.

Denn von den insgesamt 20.000 Schlafplätzen aus der Bettenbörse sind seit August (seit Ende des Moratoriums) erst 2999 Betten beantragt worden, davon 2386 für die Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern. Hier haben Interessenten pro Schlafplatz 875 Euro zu bezahlen (bei ganzjähriger Vermietung). Plätze in Einfamilienhäusern kosten 3000 Euro pro Bett. (as)

(aus MM 37/2018)

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Metti / Vor 3 Monaten

Leser: klar ist das frech. Die Schwarzvermieter richten sich seit Jahren an den Preisen der legalen. Sehen sich auch im Recht. Teil der Angst hat, wird wegbrechen. Ein Grossteil macht aber erst mal weiter und scheren sich ein Kericht um die Gesetze. MM sollte da mal im Untergrund recherchieren. Es gibt genügend die einem ins Gesicht sagen: ist mir doch egal. Wenn man den Preis ankrittelt: wiso, sind normale Preise...muss ich haben..

Hajo Hajo / Vor 3 Monaten

Entweder sind die Profiteure ziemlich clever oder beschäftigen Speziaisten, die sich immer wieder neue Tricks einfallen lassen um Verordnungen und Gesetze zu umgehen. Wie gesagt, auf der Insel gibts fast nichts, dass es normal nicht gibt.

Leser / Vor 3 Monaten

@metti; einfach zu teuer??? Mich wundert nur, dass die illegale Vermietung sich verdammt nah an den Preisen der legalen bewegt! Ich finde es nach wie vor ein Schlag ins Gesicht für alle, die die Kosten und Umstände auf sich nehmen und legal vermieten!

Jeder sucht sich seine Schlupfwinkel! Trotz allem zu hohen Preisen...

Zum Glück gibt es ja eine App, die es Nachbarn und oder wen auch immer ermöglicht, zu sehen, wie vermietet wird...

Chd / Vor 3 Monaten

Ja, so einfach ist das! Sollen sie doch auf ihren Betten hocken bleiben. Die haben sich wohl vorgestellt, ein run auf die Betten findet jetzt statt und damit fliesst die Kohle. Aber weit gefehlt, nicht jeder Interessent ist bereit, so viel Geld auszugeben. Geschieht denen recht!

Metti / Vor 3 Monaten

erst 2999 Betten beantragt worden?? Tjo, den Leuten ist die legale Ferienvermietung zu teuer. Ich gehe davon aus, das erst mal nen Grossteil ohne Lizens weitervermieten. Davon wieder ein guter Teil, wirds deklarieren als: Familie und Freunde. So einfach ist das...