Russische Mallorca-Gäste in einem der vergangenen Jahre. | Archiv

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Auf Mallorca werden dieses Jahr EU-Bürger wohl unter sich bleiben. Menschen etwa aus Russland, die hier wie in den vergangenen Jahren üblich ihren Urlaub verbringen wollen, wird dies aller Wahrscheinlichkeit nach verwehrt. Die EU-Botschafter neigen dazu, Bürgern aus den USA oder Brasilien die Einreise wegen der Corona-Pandemie ab dem 1. Juli weiter zu verweigern. Auch südamerikanische Staaten wie Argentinien oder Chile sind davon betroffen.

In diesen Ländern ist die Coronalage zum Teil erheblich schlechter als in Europa. Oberstes Kriterium für eine Einreiseerlaubnis soll die epidemiologische Situation vor Ort sein. In den Jahren 2013 und 2014 hatten besonders viele Russen ihre Ferien auf der Insel verbracht. Es gab damals sogar Flüge aus Nowosibirsk.

Wie es aus EU-Kreisen hieß, soll die Infektionszahl pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen zwei Wochen ein wichtiges Kriterium sein und einen bestimmten Wert nicht übersteigen dürfen.

Dieser Wert könnte bei 16 Infektionen liegen, wie die "New York Times" zuvor berichtet hatte und mehrere EU-Beamte bestätigten - allerdings auch höher. Dies ist EU-Diplomaten zufolge derzeitiger EU-Durchschnitt. Auch über andere Kriterien wie einen stabilen oder rückläufigen Trend der Infektionen wurde demnach beraten.