Kanalisation soll 21 Millionen Euro kosten

| | Capdepera, Mallorca |

Urbanistische Probleme an der Costa de Canyamel auf Mallorca.

Foto: A. Bassa

Schlechte Nachrichten für Grundstücksbesitzer auf Mallorca: Der Bau einer Kanalisation in den Siedlungen Cala Gat und Costa de Canyamel kommt teuer. Das berichtet die Tageszeitung Ultima Hora.

Die Gemeinde Capdepera veranschlagt rund 21 Millionen Euro für rund 925 betroffene Parzellen. Darin enthalten ist auch weitere Infrastruktur für Straßenbeleuchtung und Ähnliches. Da Vorschüsse durch die Gemeinde mit anschließender Umlage aufgrund der derzeitigen Haushaltslage nicht zulässig sind, sollen die Anwohner einen Flurbereinigungsrat ("junta de compensación") auf die Beine stellen, die Finanzierung selbst aufbringen und Flächen abtreten. Pro Grundstück können Kosten von mehr als 20.000 Euro auflaufen.

Per Internet soll nun unter den Eigentümern ein Meinungsbild eingeholt werden. Kommt es nicht zu einer Einigung, darf in den betroffenen Urbanisationen künftig keinerlei Baugenehmigung mehr erteilt werden. Dies ist eine seit Längerem erwartete Folge von balearischen Raumordnungsgesetzen, die laut Gerichtsurteilen nun in die Praxis umgesetzt werden müssen. (mic)

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Katrin / Vor 6 Monaten

Frohes neues Jahr! Mich beschäftigt eine Frage und da die meisten Informationen schon nicht mehr das neueste Datum haben, versuche ich hier ein paar Antworten zu erhalten. Mein Sohn möchte Costa de Canyamel eine Wohnung für die Selbstnutzung kaufen. Gibt es hier Neuigkeiten was das Abwassernetz und Kosten etc. angeht?

Herzlichen Dank für Rückmeldungen

Beste Grüße aus Berlin

Tuttifrutti / Vor etwa 1 Jahr

Aquabert, und genau so ist es. Vermute Stefan ist einer von den jüngeren Mallorca Immobilienbesitzern. Oder zu den Ahnungslosen. Die Costa de Canyamel wird von der Agua de Canyamel mit Wasser versorgt. Dieses Wasser wird überwiegend aus drei Brunnen in der Costa gewonnen. Und so geschieht was geschehen muss, oben wird gepinkelt, alles verrieselt und wird dann mit Pumpen nach oben befördert und in die Trinkwasserversorgung eingespeist. Das sollte Stefan wissen wenn er ein Anwohner ist.

Aquabert / Vor etwa 1 Jahr

Hallo , Stefan . Das mit der "Sickergrube" war doch hoffentlich nur ein Witz ! Sickergruben haben durchlässige Böden und Wände . Über sowas gerät jedes Bakterium , das Deinen Darm verlässt , in den oberen Grundwasserhorizont . Der Nachbar holt es mit seiner Gartenpumpe wieder heraus . Hoffentlich trinkt er das Wasser nicht unabgekocht , sonst werden sie nach Abklingen der nächsten Cholera die Sickergrube samt Grundstück zubetonieren . Aber auch Dreikammersysteme sind In GE seit 2015 nicht mehr zulässig - es sei denn , dass sie eine wirksame biologische Pflanzenkläranlage nachgeschaltet bekommen . Dann ist noch regelmässige Dichtigkeitsprüfung vorgeschrieben . Und schon ist mir klar , warum die Sache jetzt (erst) angegangen wird . Da könnten Gemeindekämmerer und Bürgermeister noch arg ins Schwitzen kommen .

Metti / Vor etwa 1 Jahr

Moinsein Carmen: für viele dort stehender KFZs wird zwar KFZ Steuer bezahlt, aber nicht in Spanien. Ergo kommt das Geld anderen Strassen in anderen Ländern zugute. Das die Neuverlegung der Wasservrsorgunsrohre auch die Eingentümer in Canyamel zahlen sollen, ist schon frech. Grade, weil dort die teuerste Wasserversorgung der ganzen Region ist. Costa de Canyamel hat ja teils ne Kanalisation. Wenn die Eigentümer, die dafür schon bezahlt haben, wieder zur Kasse gebeten werden, wäre nicht korrekt. Die Strassen dort, sind ne Katastrophe, ewiges Flickwerk. Teils wie im Ruhrgebiet. Fahre momentan jeden Tag nach Canyamel. Schlaglöcher..man muss schon schauen...

Tuttifrutti / Vor etwa 1 Jahr

Ach die Carmen ist mal wieder da:) Auch die Kfz-Steuer sollte im besten Fall für vernünftige Straßen, Brücken, Ampelanlagen usw. ausgegeben werden. In der Costa de Canyamel wurde von der Gemeinde Jahrzehnte lang kassiert und nichts für die Anwohner getan. Solltest du liebe Carmen dort mal durchfahren, nimm am besten ein altes Auto mit. Wenn du den Berg einmal rauf und wieder runter fährst, sind Vorderachse, Stoßdämpfer und die Reifen hin. Falls du es nicht verstanden hast, es geht um Sicherheit, nicht um Luxus.

Carmen / Vor etwa 1 Jahr

Tuttifrutti, wenn du 30 Jahre lang Kfz-Steuern zahlst und danach ein neues Auto brauchst, musst du das auch selbst bezahlen - oder du musst laufen.

Tuttifrutti / Vor etwa 1 Jahr

Und zu Stefan: Du bist leider schlecht informiert. Die Gemeinde Capdepera ist gerade dabei eine Abstimmung über die Abwasserleitungen herbei zu führen. Sollte sie eine Mehrheit der dortigen Eigentümer bekommen ( und davon ist auszugehen ) werden alle Eigentümer angeschlossen und müssen bezahlen. Dann kannst du aus deiner Sickergrube einen Goldfischteich machen.....

Tuttifrutti / Vor etwa 1 Jahr

Über 30 Jahre Grundsteuern an die Gemeinde Capdepera bezahlt und dafür nichts weiter als kaputte Straßen, nicht funktionierende Laternen und jetzt eine Abwasserleitung für die wir selbst in Vorlage gehen sollen, bekommen. Na super!

Inge / Vor etwa 1 Jahr

Wenn man per Turnkey aus der Steinzeit in die Moderne gebeamt wird, sollte man es sich schon etwas kosten lassen!

Stefan / Vor etwa 1 Jahr

Welches Interesse habe ich als Anwohner, dass meine Siedlung weiter wächst (wenig). Also spare ich mir doch die 20k€, nutze weiter meine Sickergrube und lebe fröhlich weiter. Oder verstehe ich das nicht? Besser: oder versteht das der Gesetzgeber nicht?