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Kaum ist die Coronakrise im Abklingen begriffen, schon drängen ausländische Hotelkonzerne mit Macht und viel Geld nach Mallorca. Nach Informationen der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" kauft der in Hongkong beheimatete Konzern Mandarin Oriental das Traditionshotel Punta Negra in Costa d'en Blanes im Südwesten der Insel für 135 Millionen Euro.

Es handelt sich dabei um das dritte Hotel dieser High-End-Kette in Spanien. Mandarin Oriental betreibt auch ein Haus in Barcelona und das Ritz-Hotel in Madrid und hat sich einen Namen in der Branche durch besonders hingebungsvollen Service für anspruchsvolle Gäste gemacht. Die Kette wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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Das Punta Negra wurde im Jahr 1966 errichtet und verfügt über 135 Zimmer. Es hat viereinhalb Sterne und wurde in den vergangenen 50 Jahren mehrfach vergrößert. In den 80ern fand hier ein Treffen von Spitzenpolitikern aus Italien und Spanien statt, auch später gingen hier Treffen von Politikern und Wirtschaftsgrößen über die Bühne.

Auch ins renommierte Formentor-Hotel auf der gleichnamigen Halbinsel, das noch der Barceló-Kette gehört, soll viel Geld aus dem Ausland fließen: Die US-Kette Four Seasons will dort 130 Millionen Euro investieren. 100 Millionen soll der Kaufpreis betragen und 30 Millionen die Runderneuerung des Ende der 20er-Jahre gebauten Komplexes. Der Milliardär Bill Gates soll Mit-Aktionär werden.