Maria Frontera ist Vorsitzende des mallorquinischen Hotelverbandes Fehm. | M. A. Cañellas

7

"Noch nie mussten wir nach diesen Regeln spielen!" Das ist die Kernaussage der Präsidentin des Hotelverbandes von Mallorca (Fehm), Maria Frontera, in einem Interview mit der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora", in dem es um die Rolle der Hoteliers in der Coronakrise geht.

Frontera spricht in diesem Zusammenhang von der "schwersten Krise, die der Tourismus auf Mallorca jemals bewältigen musste". Vor allem die Zwangsquarantäne, die die britische Regierung ihren aus Spanien heimkehrenden Bürgern auferlegt, habe die Situation noch einmal erschwert.

Ähnliche Nachrichten

"Eirgentlich hatten wir mit einer ordentlichen Saison von Juli bis Oktober gerechnet, aber die Maßnahme aus London macht es natürlich schwerer, weil zahlreiche Briten ihre Reisen stornieren." Man erreiche allenfalls noch, dass 57 Prozent der Beherbergungsbetriebe auf Mallorca diesen Sommer öffnen. "Vor allem die, die erst im August loslegen wollten, werden das vermutlich nicht tun", so Frontera weiter.

Ziel sei es nun, dass die britische Regierung noch einlenkt und die Inseln zu einem sicheren Reiseziel ohne Quarantänepflicht erklärt. Ferner, so Frontera, appelliere man an die EU, einheitliche Regelungen für eine Testung von Urlaubern am Abflugs- und am Zielort einzuführen. Nur so könne wieder Vertrauen in die Tourismuswirtschaft hergestellt werden.