Werftenindustrie auf Mallorca prüft Energiewende hin zu grünem Wasserstoff

| Palma, Mallorca |
Die Luftaufnahme zeigt den Wertbetrieb Astilleros de Mallorcas im Hafen von Palma.

Die Luftaufnahme zeigt den Wertbetrieb Astilleros de Mallorcas im Hafen von Palma.

Foto: ultimahora.es

Der Werftbetrieb Astilleros de Mallorca will mit einer Studie herausfinden, ob er in Zukunft energieautark sein könnte, und dies bei null Emissionen. Die Untersuchung ist von dem Unternehmen gemeinsam mit weiteren Betrieben der nautischen Industrie wie Astilleros Freire und Astilleros de Santander initiiert worden. Beteiligt ist auch das Technologiezentrum Soermar mit Sitz in Madrid.

Die Unternehmen wollen wissen, ob Wasserstoff als effizienter Erzeuger von elektrischer Energie für die Nautikindustrie und ihre Umgebung in Frage kommt. Ziel ist "grüner Wasserstoff", also ein mit erneuerbaren Energien erzeugter Wasserstoff. Es geht auch um die Frage, wie dieser Energieträger samt seiner Produktion und Speicherung in die Arbeitswelt der Werften integriert werden könnte.

Angesichts der Bedeutung und des Einflusses, den die Wasserstoff-Energieerzeugung für den Marinesektor haben könnte, unterstützt die spanische Zentralregierung die wissenschaftliche Entwicklung dieser Technologie. Das hat der Initiative einen großen Schub gegeben.

Auch die balearische Regierung und die Handelskammer von Mallorca setzen sich ein für durch Wasserstoffzellen erzeugte Energie. Bei Lloseta im Zentrum der Insel soll das ehemalige Zementwerk in eine Anlage zu Wasserstoffgewinnung umgebaut werden. Zu seiner Erzeugung soll Solarstrom zum Einsatz kommen – ökologisch und emissionsneutral. (as)

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Kommentar

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Hajo Hajo / Vor 9 Monaten

Umkehrschluss =

# Braun-Kohlekrafwerke sollen abgeschaltet werden, weil sie laut theoretischer Rechnung zuviel CO2 ausstossen. Echte Nachweise finde ich nicht. Wenn sie jemand aus seriösen neutralen Quellen hat, bitte Info.

Was braucht man aber, um ein solches Kraftwerk zu ersetzen und nicht nur die gleiche Leistung zu erzeugen, sondern auch den steigenden Bedarf durch den "Elekto-Hype" zukünftig zu decken??

Rechnet mal aus wieviele Windräder man dafür herstellen und errichten undn wieder entsorgen muss und welche Umweltschäden dadurch an Fauna und Flora im Meer und der Geologie, vor in allem Bergregionen entstehen? Wieviel Kompensation an CO2 bleibt am Ende wirklich übrig?

# Fakt ist, die Tagebaugruben werden fortlaufend durch Abraum wieder aufgefüllt und spätere Renaturierung wird mit Erfolg ausgeführt. So wird der Natur wieder etwas zurück gegeben und den Menschen neue Erholungsgebiete und Seenlandschaften geschaffen. Beispiele gibt es dafür jetzt mehrere in DE. Und wieviel CO2 dadurch kompensiert wurde und fortlaufend wird, hat komischer Weise noch niemand berechnet.

# Ach ja, unbequeme Fragen = Braunkohle ist WAS? Und das CO2 darin kommt woher und geht es nicht dahin wieder zurück? Was passiert, wenn man das Äquivalent Pellets verheitzt?

Jetzt bin ich aber gespannt?

Hajo Hajo / Vor 9 Monaten

Zitat " Ziel ist "grüner Wasserstoff", also ein mit erneuerbaren Energien erzeugter Wasserstoff."

Die EU schreibt vor, eine "Umweltverträglichkeitsprüfung" für elektrische Anlagen aus zu führen. Bisher hat sich alles davor gedrückt. Denn es würde dabei heraus kommen, dass man nur den Teufel durch den Belzebub ersetzt. Denn die schon Rohstoffbeschaffung, dazu Herstelliung, Errichtung und Betrieb solcher Erbeuerbaren schädigen nicht nur die Natur, sondern verschandelt sie auch noch und machen Regionen unattraktiv für Urbanität und Tourismus. Um dem die Krone auf zu setzen, werden alle die sich dagegen wehren auch noch verurteilt.

Konstruktiv = Es muss wieder die Energieinsparung wie in den 90ern zum Ziel führen und damit die Kapazitäten freischalten, um Wasserstoff zu erzeugen. Also das absolute Gegenteil dessen sein, was heute mit allen Kräften propagiert wird, selbst von den Umweltschützern. Nämlich Energieverschwendnung in niemals vorstellbaren Größenordnungen.

Allen die damals das Credo Energiesparen praktisch umgesetzt haben und fest an den Sinn glaubten, alle ihre Energiefresser aus dem Haushalt auf den Schrott entsorgten, stehen so gesehen die Haare zu Berge, angesichts der Nutzlosigkeit damaliger Anstrengungen. So wurden ausgerechnet die Grünen vom Paulus zum Saulus.

Lese Tipp = Umweltverträglichkeitsprüfung bei Projekten - EUR-Lex...eur-lex.europa.eu › legal-content › TXT...23.07.2018 — In der Richtlinie 2011/92/EU wird das Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegt, das dafür sorgt, dass Projekte, die ..

Roland / Vor 9 Monaten

Prüfen ist immer gut. Aber bis zur Produktionsreife wird noch viel Zeit vergehen.

Majorcus / Vor 9 Monaten

Machen statt rumprüfen - Natur & Klima verhandeln nicht! Grüner Wasserstoff ist auf der Sonnenreichen Insel ein interessanter, ganzjähriger Wirtschaftszweig. UNIte behinde the science!