Der Flugafen von Palma vor der Pandemie: Im Vordergrund eine Maschone von Norwegian Air Shuttle. | Lubo Ivanko/iStockphoto.com

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Totgeglaubte leben länger! Das trifft offenbar auch im Fall der Fluggesellschaft Norwegian zu. Die Airline wird in diesem Sommer wieder eine Basis am Flughafen von Palma de Mallorca eröffnen, wie sie in einer Pressemitteilung bekannt gab. Es handelt sich nach Alicante, Barcelona und Málaga um die vierte feste Basis in Spanien. Eine solche hatte es am Airport Son Sant Joan bereits zwischen 2016 und 2019 gegeben. Damals hatte sich Norwegian Air Shuttle, wie die Gesellschaft mit vollem Namen heißt, auf einem extremen Wachstumskurs befunden, verband Mallorca neben Destinationen in Skandinavien auch mit mehreren deutschen Städten und Zielen auf dem spanischen Festland.

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Norwegian stieg ins Transatlantikgeschäft ein und war sogar in Argentinien als Norwegian Air Argentina unterwegs. Das Unternehmen hatte seit 2012 insgesamt 220 neue Flugzeuge in Auftrag gegeben. Dabei handelte es sich um den größten Deal der europäischen Luftfahrtgeschichte. Doch hatte sich Norwegian damit finanziell übernommen. Triebwerksprobleme bei der Boeing 787-Flotte und das Flugverbot der Boeing 737 MAX 8 bremsten die Expansion weiter aus. 2020 meldeten mehrere Tochterfirmen Konkurs an, die Aktionäre mussten einen Rettungsplan verabschieden. 2021 gab die Airline bekannt, 1191 Arbeitsplätze in Spanien zu streichen und mehrere Basen aufzugeben, auf Mallorca war die Airline kaum noch zu sehen. Aber: Im selben Jahr galt der Rettungsplan als "erfüllt".

Seither bedient Norwegian mit 39 Kurz- und Mittelstreckenfliegern Ziele in Europa, das Überseegeschäft wurde aufgegeben. Jetzt will Norwegian offenbar auch auf der Insel wieder "angreifen", bezeichnet die Eröffnung der Basis als "Teil einer neuen Expansion", für die Fluggesellschaft in diesem Sommer mindestens 700 Mitarbeiter neu einstellen will. Von Palma aus geht es dann nach Oslo und Bergen (Norwegen), Kopenhagen und Aalborg (Dänemark), Stockholm (Schweden) und Helsinki (Finnland).