Die Suche nach weiteren menschlichen Überresten dauert an. | UH

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Auf dem Gemeindegebiet Llucmajor sind die sterblichen Überreste von drei Menschen in einem alten Brunnenschacht gefunden worden. Es soll sich dabei um Opfer des Spanischen Bürgerkriegs handeln.

Arbeiter stießen in sieben Meter Tiefe auf die Skelette. Bei den Grabungen handelt es sich um eine der zahlreichen Aktionen zur Aufarbeitung des "Guerra Civil" auf Mallorca.

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Nachfahren erzählen, es gab schon immer das Gerücht, dass Republikaner von den Franco-Anhängern in den Schacht im Bereich S'Aguila geworfen worden waren. Die traurige Wahrheit hat sich nun bestätigt. Es wird vermutet, dass sich unter den Toten der Sozialist Julià Fullana aus Llucmajor sowie Arbeiter, die Marès-Stein an der Küste abbauten, befinden.

Die Familien geben nun DNA-Proben ab, damit die Identifizierung der Toten möglich wird. Nach ersten Untersuchungen weisen die Skelette mehrere Knochenbrüche auf. Unklar ist, ob die Republikaner während des Bürgerkriegs tot oder lebendig in den Schacht geworfen worden waren.

Die Sucharbeiten dauern auf S'Aguila an. Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Vermisste des Bürgerkriegs dabei ans Tageslicht kommen. (cls)