In Can Picafort sind offenbar systematisch Ferienwohnungen unerlaubterweise als "normale" Wohnungen verkauft worden. | La MM/Pexels

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In einem Prozess um den betrügerischen Verkauf von Wohnungen im Ferienort Can Picafort im Norden von Mallorca sind die Urteile gesprochen worden. Das Landgericht in Palma verurteilte am Donnerstag zwei Brüder zu insgesamt vier Jahren Haft. Es wurde als erwiesen angesehen, dass sie bereits im Jahr 2004 illegale Ferienwohnungen als normale Apartments verkauft hatten. Der Streitwert betrug fast eine Million Euro.

Hintergrund: Die Angeklagten waren Besitzer einer Anlage mit insgesamt 36 Urlauberwohnungen. Sie renovierten diese und wollten sie in "normale" Wohnungen ("viviendas") umwandeln. Das wurde ihnen jedoch von der zuständigen Gemeinde Santa Margalida verweigert.

Der Prozess hatte ungeachtet des lange zurückliegenden Zeitpunkts der Taten erst kürzlich begonnen, weil das erstinstanzliche Gericht in Inca Jahre benötigte, um damit zu beginnen, sich mit der Angelegenheit zu beschäftigen.

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Ungeachtet der Tatsache, dass die "Audiencia Provincial" die Kaufverträge für null und nichtig erklärte, müssen die betrogenen Kunden weiterhin ihre Hypotheken zahlen. Das liegt daran, dass die Bankenvertreter gar nicht zur Verhandlung geladen worden waren.